# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1899_S44 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 44 Verhandlungen der 24ſten Allgemeinen oder ſind. Die erſte iſt die Einrichtung der Dampfheizung in unſerm Lehrgebäude und im Wohngebäude der Schüler. Da die Delegatenſynode vom Jahre 1896 für dieſen Zweck die Ausgabe von $5500.00 bewilligt und dabei großmüthig beſchloſſen hatte, von der Zweidrittel⸗Regel abzu⸗ ſehen, wurde die Einrichtung noch während der Ferien des Jahres 1896. bewerkſtelligt. Die Koſten beliefen ſich, die Asbeſtumkleidung abgerechnet, auf nur $4281.00. Die Dampfheizung hat ſich bis jetzt ganz vortrefflich bewährt. Iſt gleich kein nennenswerther Minderverbrauch von Kohlen zu verzeichnen, ſo können doch jetzt mehr Räume als früher geheizt werden; und die gleichmäßige Wärme und ermöglichte größere Rein⸗ lichkeit hat ſehr günſtig auf den Geſundheitszuſtand unſerer Zöglinge eingewirkt. „‚Die zweite Wohlthat iſt die Errichtung einer mit dem Seminar ver⸗ bundenen Uebungsſchule. Die von der letzten Delegatenſynode mit der Betreibung dieſer Angelegenheit beauftragte Committee hat ſich ihrer auf nicht geringe Schwierigkeit ſtoßenden Aufgabe mit großer Sorgfalt und Selbſtverleugnung gewidmet, und ſo iſt es mit Gottes Hülfe gelungen, gleich nach Oſtern des Jahres 1898 die Uebungsſchule zu eröffnen. Ueber die Grundſätze, nach welchen ſie geleitet wird, hat der vorige Jahrgang des „Schulblatts“ Auskunft gegeben, und der alljährlich erſcheinende Katalog unſerer Lehranſtalten wird von nun an auch dieſer neuen Inſtitution zu ge⸗ denken haben. „‚Wenn gleich das Maß von Thätigkeit, welches den Zöglingen unſerer Oberklaſſe in dieſer Schule zugewieſen und eingeräumt wird, noch ein recht beſcheidenes iſt, ſo erkennen ſie doch — mit uns Lehrern — den handgreiflich zu Tage liegenden Gewinn, der ihnen aus dieſem Blick in das Getriebe des Schullebens und aus der Uebung im Schulehalten erwächſt, die ihnen hier unter der Controle ihrer Seminarlehrer ermöglicht iſt. „‚Möge Gottes gnädiges Auge, wie auf unſerer ganzen Anſtalt, ſo auch auf dieſem jüngſten, aber fürwahr nicht unwichtigſten Zweiglein ruhen! „‚Im Anſchluß an dieſen zweiten Punkt möchten wir an die Ehrw. Synode eine herzliche Bitte richten. „‚Wir haben der Uebungsſchule unſern beſten Lehrſaal eingeräumt. Wir konnten dies ſeit Oſtern 1898, weil die Zahl unſerer Zöglinge ab⸗ genommen hatte und es uns dadurch möglich war, einen bisherigen Schlaf⸗ ſaal als Lehrſaal einzurichten. Nimmt die Zahl unſerer Zöglinge aber auch nur um 25 wieder zu, ſo brauchen wir den alten Schlafſaal wieder und können dann die Uebungsſchule nicht weiterhin im Seminargebäude abhalten. Aber auch ohne daß dieſer Fall eintritt, iſt die Errichtung eines ſeparaten Schulgebäudes für die Uebungsſchule dringend wünſchens⸗ werth. Denn ſowohl für die Seminarklaſſen als für die Uebungsſchule erwachſen aus der gemeinſchaftlichen Benützung desſelben Gebäudes mancher⸗ lei unvermeidliche und läſtige Störungen.