# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1899_S41 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) Neunten Delegatenſynode von Miſſouri, Ohio u. a. St. 1899. 41 irgend welchen Exceſſen und nicht eine einzige Ausweiſung vorgekommen. Es iſt daher auch von allen Studenten in der Liebe zu hoffen, daß, wie ſie vor Tauſenden ihres Alters und Berufes Hochgeſegnete ſind, ſo auch zum reichen Segen einſt ausgehen in das heilige Amt und viel Frucht ſchaffen zum ewigen Leben. „In Bezug auf die Baulichkeiten der Anſtalt hat die Behörde der Ehrw. Synode Folgendes zu berichten: Sie hat den in der letzten Verſammlung 1896 beſchloſſenen Bau eines Wirthſchaftsgebäudes nicht ausgeführt, ob⸗ wohl die Gelder dafür vorhanden waren. Die Urſache war, daß ein an⸗ derer, größerer Bau, der in derſelben Verſammlung mit Aufhebung der Zweidrittel⸗Regel beſchloſſen worden war, unſern Allgemeinen Kaſſirer in große Verlegenheit gebracht hatte. Da die Aufſichtsbehörde ſich daher pro⸗ viſoriſch noch einmal anderweitig helfen konnte, ſo verzichtete ſie auf den Bau und ſtellte ihr Geld dem Kaſſirer zur Verfügung. So Gott will, wird aber der Bau dieſen Sommer noch in Angriff genommen werden, da die vorhandenen Uebelſtände, beſonders Mangel an Schlafzimmern, an einem großen Lehrſaal ꝛc., um derentwillen der Bau ſchon vor drei Jahren noth⸗ wendig war, ſich bedeutend verſchärft haben. — Was das Anſtaltsgebäude betrifft, ſo iſt dasſelbe noch in einem ausgezeichneten Zuſtand. Nur die Heizung wird im Laufe der nächſten drei Jahre einer bedeutenden Repa⸗ ratur bedürfen und erbittet ſich die Behörde dazu im Voraus die Geneh⸗ migung der Ehrw. Synode. Da nur fünf Profeſſoren⸗Wohnungen vor⸗ handen ſind, ſo mußte für Prof. Mezger gemiethet werden, was jährlich $300.00 koſtet. Die Behörde ſpricht es als ihre Ueberzeugung aus, daß es für die Synode billiger wäre, da ſie den Bauplatz bereits beſitzt, eine Wohnung von den vorhandenen Legaten⸗Geldern zu bauen und die jährliche Miethe zu erſparen. Ein diesbezüglicher Synodalbeſchluß könnte vielleicht ſchon in den nächſten drei Jahren ausgeführt werden. — Ueber zwei größere Auslagen hat die Aufſichtsbehörde der Ehrw. Synode noch beſondere Rechen⸗ ſchaft zu geben. Die erſte betrifft den Anbau an Prof. Gräbners Wohnung. Derſelbe war unabweisbar nothwendig. Nicht nur war der Raum für die Familie äußerſt beſchränkt, ſondern auch der Zuſtand des Hauſes ſelbſt ſo, daß nach dem Urtheil der Aerzte dasſelbe höchſt ungeſund zu bewohnen und Urſache zu der ſo oft in der Familie auftretenden Diphtheritis ſei. Unter ſolchen Umſtänden war denn die Behörde gezwungen, zu handeln. Eine gründliche Unterſuchung des Gebäudes ſtellte zu Tage, daß die Grund⸗ mauern ſehr ſolid und geſund ſeien und daher ein Anbau und eine durch⸗ greifende Reparatur durchaus gerechtfertigt ſei. Dieſelbe wurde denn aus⸗ geführt für $720.00 und dieſe Wohnung dadurch in ſolchen Stand geſetzt, daß ſie für eine lange Reihe von Jahren allen gerechten Anforderungen ent⸗ ſpricht. — Die zweite Ausgabe, worüber ſich die Behörde zu rechtfertigen hat, iſt die Penſion an die beiden unverheiratheten Töchter des ſeligen Prof. Günther. Schon zur Zeit der letzten Synodalverſammlung befanden