# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1899_S40 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 40 Verhandlungen der 24ſten Allgemeinen oder ſchriftſtelleriſchen Arbeiten das lutheriſche Zion in aller Welt zu bauen und in ſeiner himmliſchen Schönheit als die rechte Gottesſtadt auf Erden darzu⸗ ſtellen, und daher auch niederzulegen alles, was ſich dawider erheben will. Wie wir denn mit unſerer Facultät vor vielen andern ſolchen Anſtalten überreich geſegnet ſind, ſo werden wir dadurch auch zugleich zum Segen ge⸗ ſetzt weit hinaus über die Grenzen unſerer Zeit und unſerer Synode. Man kann wohl ſagen, daß ſeit der großen und ſeligen Zeit Luthers die Stimme der Wahrheit in Wort und Schrift ſo rein und weithin ſchallend, in den beiden Weltſprachen, Deutſch und Engliſch, nicht gehört worden iſt, die Irrlehre, grobe und feine, nie ſo mächtig niedergelegt, Leben und Praxis endlich im Leben der Gemeinde und im Regimente der Kirche nie ſo über⸗ einſtimmend mit der heiligen Schrift und ihren Grundſätzen, ſelbſt zu Luthers Zeit nicht, geſchaut werden konnte, wie hier unter uns in dieſem großen Lande der Freiheit. Dieſe theologiſche Anſtalt iſt es, von welcher dieſe Segensſtröme von Anfang an, unter ihrem großen Gründer, Dr. Wal⸗ ther, ausgegangen ſind und nun noch ungemindert durch Gottes Gnade in ſeinen Nachfolgern weiterfließen und ſich ergießen nicht nur in dieſem Lande, ſondern weit hinaus über ſeine Grenzen, in das alte deutſche Vaterland, ja, bis an das Ende der Erde. Und es ſind Anzeichen genug vorhanden, daß das ſegensreiche Wirken der Synode von dieſer Anſtalt aus im zweiten Halbjahrhundert ihres Beſtandes in noch größerem Maße und weiterem Um⸗ fang ſich offenbaren mag. Ja, der treue Gott hat ſein Wort wahr gemacht: ‚Ich will dich ſegnen, und ſollſt ein Segen ſein‘, und wird es fernerhin wahr machen, deß ſind wir im Glauben gewiß; denn ſeine Gnade wird uns treu und dankbar erhalten, das hat er uns ſchon verheißen. „Auch die Frequenz der Anſtalt zeigt ein ſegensreiches Wachsthum nicht nur in der Zahl, ſondern auch, was freilich noch viel mehr iſt, in dem chriſtlichen Sinn und Geiſt, der unſere Studenten beherrſcht. Ihre Zahl betrug im Jahre 1897 182, 1898 192, 1899 187 Studenten. Im Jahre 1896 machten 38, im Jahre 1897 51 und im Jahre 1898 60, alſo in den drei Jahren 149 Studenten, ihr Examen für das Predigtamt. Und vielleicht wäre das Wachsthum ein noch größeres geweſen, wenn ſich nicht die irrige Meinung verbreitet hätte, es wäre ſchon ein Ueberfluß an Lehr⸗ und Predigtamts⸗Candidaten vorhanden. Es iſt dies durchaus nicht der Fall und bis heute noch nicht ein Candidat übrig geblieben. Der Ge⸗ ſundheitszuſtand unter den Studenten war recht gut. Doch hat der HErr über Tod und Leben zwei zum ewigen Feierabend abgerufen, ehe ſie in die Arbeit ſeines Weinberges eintraten. Fleiß und Betragen der Studenten iſt befriedigend und Gott dafür herzlich zu danken. Der Einfluß und das herrliche Vorbild der Gottſeligkeit ihrer gläubigen Profeſſoren, der tägliche Umgang mit Gottes Wort und die brüderliche Zurechtweiſung, welche die Studenten treulich unter ſich üben, trägt reichen Segen. Es iſt in den drei Jahren bei der großen Zahl und dem engen Zuſammenleben nichts von