# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1887_S73 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) Fünften Delegatenſynode von Miſſouri, Ohio u. a. St. 1887. 73 geantwortet werden: weil noch kein Käufer gefunden iſt, der auch nur an⸗ nähernd geben will, was ſie ohne Zweifel werth ſind. „8. Dieſes große Beſitzthum der Synode ſollte nun ſo verwaltet werden können, daß die Ehrw. Synode jederzeit den Beſitz ſelbſt in Händen hätte. Der einfachſte Weg wäre wohl, wenn die Emigranten⸗Miſſionscommiſſion nach den Geſetzen des Staates New York von der Synode erwählt und be⸗ auftragt würde, ſich als Truſtees der Emigrantenmiſſion der Synode von Miſſouri, Ohio u. a. St. geſetzlich zu incorporiren. Bis jetzt konnte es nicht anders gemacht werden, als daß die vorhandenen Beſitzthümer einzelnen Committeegliedern geſetzlich überſchrieben wurden; das ‚Pilgerhaus‘ dem jetzigen Schatzmeiſter, Herrn Farr, das Eigenthum in Brooklyn Herrn J. Morch und das Land in Weſtcheſter County beim Zwangsverkauf Herrn Paſtor H. Sieker. „9. Ein Punkt im Bericht unſers Schatzmeiſters verdient die ernſte Aufmerkſamkeit der Ehrw. Synode, nämlich das Miſſionsconto. Das weiſt ein ſtetig wachſendes Deficit auf. Die Erklärung dafür iſt doch wohl an dem Mangel an Theilnahme für das Emigrantenmiſſionswerk zu ſuchen. Bis jetzt konnte die Committee dies mit Ruhe anſehen, da alle Ausgaben ſtets durch die Commiſſionsgelder gedeckt werden konnten. Jetzt aber iſt unſere Lage eine ganz andere. Mit dem ‚Pilgerhaus‘ haben wir eine große Schuldenlaſt und ſchwere Ausgaben übernommen. Die von faſt allen Diſtrictsſynoden zu unſerer Freude und Beruhigung gefaßten Beſchlüſſe, den Kauf des ‚Pilgerhauſes‘ gut zu heißen und die zur Abtragung der Schulden nöthigen Schritte zu thun, haben noch nicht den erwünſchten Er⸗ folg gehabt. Die bis zum 1. Januar 1887 eingegangenen Collecten be⸗ laufen ſich auf $9955.50. Die noch auf dem ‚Pilgerhauſe‘ haftende Schuld beträgt 38,000, die allein eine Summe von $2200 jährlicher Zinſen for⸗ dert. Ein ſo großes Hausweſen bedingt ſtets Neuanſchaffungen und Repa⸗ raturen. Wir werden mit unſern ungewiſſen Ueberſchüſſen ſehr ſparſam zu Werke gehen müſſen, da die einzig ſichere Einnahme die oben genannte Rente von $600, abzüglich der Taxen und Verwaltungsgebühren, und eine weitere Rente von $660 jährlich, die uns ein Gebäude auf dem hintern Theil unſeres Pilgerhauseigenthums einbringt, iſt. Das ſind etwa $1060 ſichere Einnahmen gegenüber von $2,794.50 (Zinſen $2,200; Feuerver⸗ ſicherung $34.50; Taxen $578.23; Beleuchtung, Waſſer und anderes wenigſtens $160) unabweisbaren Ausgaben. Da empfinden wir das ge⸗ nannte Deficit ſchmerzlich. Eine ſchon eingetretene, gewiß beklagenswerthe Folge dieſer Sachlage iſt, daß unſer Miſſionar ſich ſehr eingeſchränkt hat in ſeiner Liebesarbeit an den ganz Armen und Bedürftigen. Es ſollten darum die Collecten für die Emigrantenmiſſion allenthalben und gern erhoben wer⸗ den, wenigſtens ſo lange, bis die Schuld am ‚Pilgerhaus‘ ganz getilgt iſt. Bleibt dann die Einwanderung in ihrem gewöhnlichen Laufe, bedienen auch unſere Gemeindeglieder ſich der Dienſte unſeres willigen Miſſionars, dann [SCAN: am linken Rand ſcheinen einzelne Wortreſte der gegenüberliegenden Seite (p-078) durch das Papier durch; nicht transkribiert.] [PRINTED-ERROR: (1) „beträgt 38,000“ iſt ohne Dollarzeichen gedruckt, als einzige Zahl dieſer Seite; daß $38,000 gemeint iſt, zeigt gedruckte Seite 75 („Schuld am 1. Januar 1887 $38000.00“). (2) Die eingeklammerten Poſten $2,200 + $34.50 + $578.23 + $160 ergeben $2,972.73, nicht die gedruckte Summe $2,794.50. Beides wie gedruckt ſtehen geblieben.]