# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1887_S71 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) Fünften Delegatenſynode von Miſſouri, Ohio u. a. St. 1887. 71 zugreifen. Auch war der Kaufpreis, wie uns von Sachverſtändigen nach⸗ gewieſen iſt, ein ſehr mäßiger. Welche Bedeutung der Beſitz und die Ver⸗ waltung für unſere Miſſion hat, iſt ſchon aus der Zahl der Gäſte erſichtlich, die beherbergt wurden. Es waren im Jahre 1886: 5029. — Sie alle haben wenigſtens den Eindruck bekommen, daß wir hier in Amerika nach dem Spruche leben: Alles, was ihr thut mit Worten oder Werken, das thut alles in dem Namen des HErrn JEſu und danket Gott und dem Vater durch ihn. „3. Es iſt auch ein übler Verdacht durch unſer ‚Pilgerhaus‘ von uns genommen worden. Unſere „lutheriſchen“ Gegner hatten hier wie draußen die Nachricht verbreitet, daß unſer Miſſionar die ihm zugewieſenen Leute in ‚elenden Spelunken‘ unterbringe. Das war freilich nicht wahr, aber wir konnten das nicht widerlegen, ohne Reclame für gewiſſe Herbergen zu machen, wozu wir keinen Beruf hatten. Dieſer Verdacht iſt nun von uns genommen. Es war auch hohe Zeit, denn die Emigrantenherbergen kommen immer mehr in ſchlechte Hände. „4. Beim Ankauf des Pilgerhauſes mußte die Committee eine ‚Leaſe‘ mit übernehmen, durch welche ein Saloon im untern Stockwerk für eine gewiſſe Zeit geſichert war. Auch dieſe gänzlich außer unſerer Controle lie⸗ gende Thatſache hat man im Lager unſerer ‚lutheriſchen‘ Gegner zu unſeren Ungunſten verwerthet. Unterhandlungen iſt es gelungen, den Inhaber der Leaſe zur Uebergabe derſelben zu vermögen, allerdings nur durch ein Geld⸗ opfer, wie ſolches unter Geſchäftsleuten üblich iſt, das aber verhältniß⸗ mäßig ſehr gering war. Das ganze Haus dient nun dem Zwecke, für welchen es gekauft worden iſt: dem Dienſt an unſeren Brüdern nach dem Fleiſche, die hier in Amerika eine neue Heimath ſuchen. Freilich iſt durch dieſe Aenderung eine nicht geringe Einnahme abgeſchnitten worden. „5. Kommen wir nun auf die finanzielle Lage unſerer Miſſion und unſe⸗ res ‚Pilgerhauſes‘ zu ſprechen, ſo kann die Committee nicht umhin, zuerſt pein⸗ liche Bekenntniſſe zu thun. Das erſte iſt: Sie hat der Synode nie die ganze Summe der durch Commiſſionen erwachſenen Ueberſchüſſe genannt. Sie hat ſich, wie ſie jetzt einſieht, durch nichtige Gründe bewegen laſſen, eine Summe von $3000 zu verheimlichen, wozu noch ein Prämienwerth auf $3000 United States Bonds kommt, der beträchtlich war. Von dieſen Summen hat die Synode vor dieſem Bericht nichts erfahren. Die Gerechtigkeit aber erfordert es, hinzuzufügen, daß die Committee ſchon auf der Delegatenſynode in St. Louis ſich von dieſer Schuld frei machen wollte und auch dahin zielende Beſchlüſſe faßte, welche aber der frühere Schatzmeiſter nicht in Aus⸗ führung brachte. — Das zweite Bekenntniß iſt: die Committee hat dem früheren Schatzmeiſter ein zu großes Vertrauen bewieſen, indem ſie ihm die ganze Summe der Ueberſchüſſe einfach überließ, ohne jemals zuzuſehen, ob ſie auch vorhanden ſeien und ob ſie nicht nutzbringend angelegt werden [SCAN: am linken Rand ſcheinen einzelne Wortreſte der gegenüberliegenden Seite (p-076) durch das Papier durch; nicht transkribiert.]