# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1887_S70 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 70 Verhandlungen der 20ſten Allgemeinen oder möchten, ſolch ihrem Wunſche dadurch von uns Rechnung getragen werden ſoll, daß für ſie eine beſondere Miſſionscommiſſion eingeſetzt werde unter dem Namen: „Miſſionscommiſſion für engliſche Miſſion“. Anmerkung: Selbſtverſtändlich iſt es jenen Gemeinden gänzlich anheimgegeben, ſich unter dieſe Commiſſion zu ſtellen oder nicht. Emigranten⸗Miſſion. 1. In New York. „1. Durch die jährlichen Berichte unſeres treuen Miſſionars, Herrn Paſtor S. Keyl, hat die Synode einen ſo genauen Einblick in ſeine große, nie endende Arbeit bekommen, als Zahlen ihn vermitteln können. Es ge⸗ nüge daher für den Zweck dieſes Berichtes, die ſchon publicirten Angaben zu ſummiren. Sie ſind: Emigranten befördert: 12,649 Perſonen; Briefe und Poſtkarten geſchrieben: 19,770; Gelder verwaltet: $199,946.75; Unterſtützungen gewährt: $875.86; Vorſchüſſe gemacht: $8086.98. — Tractate und Zeitſchriften über 24,000 vertheilt; dazu noch 7100 Kalen⸗ der unſerer Synode; Beſchäftigung wurde über 300 Perſonen vermittelt. „Wer ſich nun der Mühe unterzieht, dieſe nackten Ziffern mit Fleiſch und Blut zu umkleiden, d. h. ſich vorzuſtellen, wie viel perſönliche Liebes⸗ arbeit damit ausgedrückt wird, der bekommt ein richtigeres Bild von der Arbeit unſeres Miſſionars, als die bloßen Zahlen geben können. „2. Unſere Miſſionsarbeit hat ſich ſeit dem letzten Bericht bedeutend erweitert. Einmal iſt es einem uns bekannten Emigrantencommiſſionär gelungen, Herrn Paſtor Keyl den Zutritt zum Caſtle Garden ohne das Ge⸗ wiſſen beſchwerende Bedingungen wieder zu eröffnen. Dadurch iſt er in den Stand geſetzt, viel ſicherer für die ihm zugewieſenen Einwanderer zu ſorgen, auch ſeine Arbeit an Solchen zu thun, die des Troſtes eines treuen Paſtors bedürfen. — Zum andern hat die Committee den Muth gefaßt, ein eigenes Haus zu erwerben, das unſerem Miſſionar nicht nur eine bleibende Stätte bietet, ſondern auch Raum genug enthält, alle zu uns kommenden Ein⸗ und Auswanderer ſo zu beherbergen, daß ſie einen wohlthuenden Ein⸗ druck mit hinwegnehmen. — Zu dieſem folgenreichen Schritt war die Com⸗ mittee ja nicht autoriſirt, ſie glaubte aber die Verantwortung unter den Umſtänden auf ſich nehmen zu können, da die Ehrw. Synode ſchon im Jahre 1881 und wieder im Jahre 1884 die Nothwendigkeit einer ſolchen chriſt⸗ lichen Herberge anerkannt hatte. Die Umſtände, welche zu raſchem Handeln drangen, waren: 1. die Thatſache, daß dieſes Haus das einzig brauchbare im Markte war; 2. daß die Katholiken es zu kaufen entſchloſſen waren. Wollten wir nicht ganz aus dem Felde geſchlagen werden, ſo mußten wir [SCAN: am rechten Rand ſcheinen einzelne Wortreſte der gegenüberliegenden Seite (p-077) durch das Papier durch; nicht transkribiert.]