# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1887_S67 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) Fünften Delegatenſynode von Miſſouri, Ohio u. a. St. 1887. 67 miſſionscommiſſion in Stand gehaltenen Indianer⸗Kirchhof zu Bethanien in Michigan unter ihre Aufſicht zu nehmen. Etwaige kleine Ausgaben, die das Inſtandhalten des Kirchhofs erfordert, ſollen genannter Gemeinde, nach⸗ dem ſie ihre Rechnung der Miſſionscommiſſion eingereicht hat, von letzterer zurückerſtattet werden. Judenmiſſion. „Ihre Committee erlaubt ſich, folgenden Bericht der Allgemeinen Sy⸗ node zu unterbreiten. Sie muß gleich vorausſchicken, daß ſie freilich in den letzten Jahren etwas beſſer die Juden kennen gelernt und zugleich viel⸗ fach Gelegenheit gehabt hat, die Schwierigkeiten dieſer Miſſion zu erfahren. Wir konnten in unſerem Berichte im Jahre 1884 bereits von ſechs Taufen berichten und waren ſanguiniſch genug, zu glauben, daß die ganze Miſſion in dem Grade einen geſegneten Fortgang nehmen würde. Leider nur zu bald mußten wir die entgegengeſetzten Erfahrungen machen, und es kam ein Schlag nach dem andern, indem Verſchiedene von denen, die am Unterrichte theilnahmen, gleichgültig wurden, Andere ſogar grobe Uebertretungen der Gebote ſich zu Schulden kommen ließen, noch Andere, bloß um unterſtützt zu werden, unſern Miſſionar aufgeſucht hatten. So ſind in Wirklichkeit von ungefähr dreißig Proſelyten nur wenige geblieben, und nur drei in den letzten drei Jahren getauft worden. Ihre Committee gelangte nach ſolchen Erfahrungen bald zu dem Entſchluſſe, von dieſer Art, Juden in's Haus aufzunehmen und ſie täglich mit 15—20 Cents zu unterſtützen, im Weſent⸗ lichen Abſtand zu nehmen, und nur noch etwelche proviſoriſch zu unterſtützen, etwa ihnen Vorſchüſſe zum Hauſiren zu bewilligen. Wir fingen nun nach einer andern Seite hin zu arbeiten an und beauftragten unſern Miſſionar, in die Häuſer der Juden zu gehen und womöglich ganzen Familien den Meſſias zu verkündigen. Wir müſſen wohl ſagen, daß ſowohl uns ſelbſt, als auch allen den Brüdern, die ſich für Judenmiſſion intereſſiren, dieſer Weg weit mehr gefallen hat. Aber auch da ſind die Erfolge nur geringe geweſen. Eine Hauptſchwierigkeit, auf die wir da ſtießen, war die, daß wohl die Männer empfänglich waren, aber ihre Frauen und Kinder, wie⸗ wohl meiſtens dem Miſſionar perſönlich zugethan, feſt am Judenthum han⸗ gen, und daß in Folge deſſen die Männer, wiewohl ſie behaupteten, daß Chriſtus der Meſſias ſei, ſich nicht taufen ließen. Der Miſſionar ſelbſt, zu deſſen Treue und unermüdlicher Aufopferung für Iſrael Ihre Committee das vollſte Vertrauen hat, bekam zuweilen die beſte Gelegenheit, bei Be⸗ ſchneidungen und Trauungen ſich vor einer großen Anzahl Juden ſelbſt mit Rabbinen in Disputation einzulaſſen und von Chriſto ſo warm und klar zu zeugen, daß aller Widerſpruch verſtummte und alles Murren ſich legte. Er hat Maſſen von Tractaten und Bibeln ausgetheilt, konnte oft in Fa⸗ [SCAN: am linken Rand ſcheinen einzelne Wortreſte der gegenüberliegenden Seite (p-072) durch das Papier durch; nicht transkribiert.]