# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1887_S37 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) Fünften Delegatenſynode von Miſſouri, Ohio u. a. St. 1887. 37 „Man dachte an ein ſeparates Gebäude im Hof mit einſtöckigem Eßſaal und an beiden Seiten einen zweiſtöckigen Anbau, auf der einen Seite Wirth⸗ ſchaftsräume und auf der andern Seite Wohnungen, ſelbſtverſtändlich in Verbindung damit die Backſtube, und alle nöthigen Vorrathsräume. Aber die von Architecten in Chicago gütigſt unentgeltlich gemachten Skizzen und Berechnungen zeigten, daß ſolch ein Gebäude, von Backſteinen aufgeführt, an $25,000.00 koſten würde. Darnach plante man einen Anbau an den Südflügel des Seminars, bei welchem der alte Eßſaal im „basement“ blei⸗ ben, und zu demſelben die bisherige Küche geſchlagen werden ſollte. Im erſten Stockwerke des Anbaus ſollten ſodann Küche, Backſtube und Vor⸗ rathsräume ſammt Wohnung für Knecht und Bäcker ſich befinden. Im zweiten Stockwerk läge die Wohnung des Hausverwalters und im dritten Stockwerk die Krankenſtuben. Allein auch das würde nicht unter $14,000.00 gebaut werden können. Nun fehlt uns faſt der Muth, ſchon wieder eine ſolche Summe von den lieben Synodalgemeinden zu erbitten. Wahr iſt es, daß über $6000.00 dazu ſchon bereit liegen. Denn dieſe Summe ſollte billig, weil ſie die Gemeinden für das Schullehrerſeminar gegeben haben, auch für dasſelbe verwendet werden. Wollte und könnte daher die Synode hierzu noch $8000.00 bewilligen, ſo wären wir dadurch in den Stand geſetzt, allen Bedürfniſſen dieſer Anſtalt Rechnung zu tragen, und es wäre dies wohl vorausſichtlich der letzte für dieſe Anſtalt nothwendig gewordene größere Bau. „3. Wir erlauben uns ferner noch eine Anfrage an die Ehrw. Synode betreffs Reparaturen der alten Gebäude, die nun zum Theil ſchon 23 Jahre alt ſind. — § 12 der Inſtruction für die Aufſichtsbehörden beſagt nämlich: ‚Es iſt Pflicht der Aufſichtsbehörde, fleißig darauf zu ſehen, daß alles An⸗ ſtaltseigenthum in gutem Stande erhalten werde, und daß es möglichſt ſei⸗ nem Zweck entſpreche, wobei auf billige desfallſige Wünſche der Lehrer und des Hausverwalters Rückſicht zu nehmen iſt. In dieſem Punkte darf ſie ſolche Reparaturen und Bauten anordnen, deren Herſtellung den Koſten⸗ preis von $500.00 in keinem Falle überſteigt. In allen bedeutenderen Bauten iſt ſie ſtrict an die desfallſigen Beſchlüſſe der Synode gebunden.‘ „Nun ſind am alten Seminargebäude drei größere Reparaturen un⸗ bedingt nothwendig geworden, nämlich: a) Die Dächer müſſen neu belegt werden. — b) Die Außentreppen, welche bisher von Holz waren, ſind faſt unbrauchbar geworden. Der Dauerhaftigkeit wegen ſollten ſie durch ſtei⸗ nerne Treppen erſetzt werden. Die Aufſichtsbehörde hat ſchon hier und da eine Treppe alſo erneuert. Aber jetzt kommen alle übrigen Treppen zu gleicher Zeit. — c) Die inneren Wände ſind ſchon ſo oft geflickt, daß kaum noch ein Fleckchen vom erſten ‚plaster‘ vorhanden iſt. Aber dies Flicken hält nicht mehr; denn ſchon im erſten Monat des Schuljahres ſtürzen ganze Theile wieder herab. Soll dem Uebel abgeholfen werden, ſo müſſen ſelbſt die Latten entfernt und alles von Grund auf neu bekleidet werden. Jede dieſer Reparaturen würde aber die Summe von $500.00 überſteigen. Wir