# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1887_S35 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) Fünften Delegatenſynode von Miſſouri, Ohio u. a. St. 1887. 35 „Was nun das Verhalten und Betragen der Schüler betrifft, können wir einer Ehrw. Synode nur ſagen, daß es ſich ſeit letzter Synode gebeſſert hat. Gottes Wort und chriſtlicher Zucht unterwarfen ſich die Schüler. Es fehlt ja nicht an mancherlei Sünden und Unarten, aber der herrſchende Geiſt unter ihnen iſt ein chriſtlicher. Auch den Herren Profeſſoren können wir das Zeugniß geben, daß ſie ihr ſchwieriges und mühevolles Amt je nach den ihnen von Gott verliehenen Gaben treu und gewiſſenhaft verwalten. „II. Wenden wir uns nun zu den Bedürfniſſen der Anſtalt, ſo ſieht ſich die Aufſichtsbehörde genöthigt, wiederum mit Bitten und Vorſchlägen vor die Ehrw. Synode zu treten. Es ſind folgende: „1. Die Synode möge jetzt auch den Bau einer paſſenden Wohnung für den Director bewilligen. Derſelbe wohnt noch immer in den Seminar⸗ gebäuden, was nicht nur für ihn und ſeine Familie bei dem beſtändigen Gebrauch von Orgeln, Pianos und Geigen höchſt läſtig und in Krankheits⸗ fällen dem Kranken ſchädlich, auch dem Unterricht hinderlich iſt, ſondern wodurch auch den Schülern der ſo nöthige Raum geſchmälert wird. Waren wir doch ſchon bald nach Vollendung des Neubaus genöthigt, im „Luthera⸗ ner“ bekannt zu machen, daß in dem betreffenden Jahre wegen Mangels an Raum nur in einzelnen dringenden Fällen noch neue Schüler aufgenommen werden könnten. Für dieſe Wohnung des Directors dürften etwa $3000.00 zu bewilligen ſein. „2. Die Synode möge den Bau eines Wirthſchaftsgebäudes nebſt Wohnung für den Hausverwalter und deſſen Dienſtperſonal genehmigen. Daß dies ein dringendes Bedürfniß für die Anſtalt ſchon ſeit drei Jahren iſt, möge durch Folgendes dargethan ſein: „a. Sämmtliche Räumlichkeiten, die zur Wirthſchaft gehören, befinden ſich in den Erdgeſchoſſen oder „basements“. Dieſe „basements“ ſind aber bei der niedrigen Lage des Seminarlandes für einen faſt beſtändigen Auf⸗ enthalt des betreffenden Perſonals höchſt ungeeignet. Unſere liebe Haus⸗ verwalter⸗Familie iſt ſchon vielfach von rheumatiſchen und mancherlei anderen Leiden heimgeſucht worden, und dieſe hat ſie ſich nach dem Urtheil des Arztes durch beſtändiges Verweilen im „basement“ zugezogen. Alle bisher angelegte „drainage“ ſchützt zwar nun vor Ueberfluthung der „basements“ (früher ſtand bei ſtarkem Regenguß das Waſſer oft zwei bis drei Zoll hoch in der Küche und Speiſeſaal), aber die allgemeine Feuchtig⸗ keit des ſumpfigen Erdbodens kann keine „drainage“ beſeitigen. „b) Dazu kommt, daß ſowohl Küche als Speiſeſaal längſt zu klein ge⸗ worden ſind. Die Seminariſten können ſchon ſeit vier Jahren ſchlechter⸗ dings nicht mehr im Speiſeſaal placirt werden, wie wir dies ja bei der letz⸗ ten Delegatenſynode ſchon darlegten. Weil aber damals ſchon große Opfer von der Synode begehrt wurden, ſo erklärten wir, daß wir uns durch⸗ zuſchlagen verſuchen wollten. Zu dem Ende mußten zwei Wohnzimmer der Schüler, welche oberhalb der Küche liegen, zugleich mit zu Speiſeſälen ver⸗