# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1887_S31 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) Fünften Delegatenſynode von Miſſouri, Ohio u. a. St. 1887. 31 wurde Herr Prof. Kröning im vergangenen Jahre kurz vor den großen Ferien mit einer ſchweren Krankheit heimgeſucht; durch Gottes Hülfe konnte er jedoch zu unſerer Freude bei dem Beginn des neuen Schuljahrs den Unterricht mit gewohntem Eifer und ununterbrochen fortſetzen. Auch iſt mit großem Dank gegen Gott hervorzuheben, daß Herr Prof. Crämer trotz ſeiner hohen Jahre noch immer in altbewährter Treue und Kraft ſein verantwortungsvolles Amt mit großem Segen verwalten kann. Dagegen iſt mit großem Bedauern einer Ehrw. Synode anzuzeigen, daß der bis⸗ herige Seelſorger der Anſtalt, Herr Paſtor F. Lochner, infolge körperlicher Schwäche und Krankheit ſein Amt an der Gemeinde niederzulegen ſich ge⸗ zwungen ſieht. Mit ihm ſcheidet ein treuer Freund unſerer Propheten⸗ ſchule, der ſich namentlich auch durch ſeinen Unterricht auf liturgiſchem Gebiete, den er Jahre lang den Schülern in liberalſter Weiſe ertheilte, um die Anſtalt verdient gemacht hat. „Gehen wir nun zu dem Bericht über den Geſundheitszuſtand unſerer Zöglinge über, ſo kann derſelbe als ein günſtiger bezeichnet werden. Zwar kamen, wie nicht anders zu erwarten iſt, einzelne Krankheitsfälle vor, auch hatten wir den Tod eines lieben Schülers aus dem Proſeminar zu beklagen, im Uebrigen aber blieb die Anſtalt vor Epidemien und ſonſtigen ſchweren Erkrankungen Mehrerer gnädig verſchont. Was ferner die Schüler be⸗ trifft, ſo herrſcht unter ihnen im Großen und Ganzen ein guter chriſtlicher Geiſt. Keinerlei Exceſſe, und infolge deſſen Ausweiſungen aus der An⸗ ſtalt, haben, Gott Lob! ſtattgefunden. Die Zunahme der Zahl der Zög⸗ linge während des abgelaufenen Trienniums war eine ſehr bedeutende und größer, wie je ſeit dem Beſtehen der Anſtalt. Gegenwärtig zählt ſie 213 Schüler; von dieſen beſuchen 167 das Seminar und 46 das Proſemi⸗ nar; 34 machen vorausſichtlich das Examen. Es iſt dies die höchſte Zahl im practiſchen Seminar, die jemals gleichzeitig in's Amt trat. So erfreu⸗ lich dies iſt, ſo werden wir doch auch diesmal nicht im Stande ſein, alle die Gemeinden zu befriedigen, die um Zuſendung eines Predigers dringend bitten. Wie groß noch immer der Mangel an Arbeitern auf dem Gebiete der inneren Miſſion iſt, kann auch daraus erſehen werden, daß wir in dieſem Jahre wieder eine ganze Schaar (gegen 60 Studenten) zur Aus⸗ hülfe abgeben mußten. Und der Nothſtand ſcheint immer größer zu wer⸗ den, je weiter ſich unſere Miſſionsgebiete ausdehnen und das reine Wort Gottes Raum gewinnt. Nicht ſelten treten Umſtände ein, unter welchen ſchleunige Hülfe dringend geboten und von den Ehrw. Präſides ebenſo dringend begehrt iſt. Dadurch tritt aber auch an uns immer wieder die Aufgabe heran, für neue Arbeitskräfte eifrig zu ſorgen. Jeder Prediger unſerer Synode ſollte deshalb darauf bedacht ſein, junge Leute zum Dienſt am Worte anzuwerben. Wir werden keinem die Aufnahme in die Anſtalt verſagen, der brauchbar iſt nach Gabe und Geſinnung. Denn nur mit ſolchen jungen Leuten iſt der Kirche in Wahrheit gedient, die nicht nur