# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1887_S30 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 30 Verhandlungen der 20ſten Allgemeinen oder daß beide Profeſſuren in der Anſtalt zu St. Louis ſofort wieder zu beſetzen ſeien und zwar unter der Leitung des Wahlcollegiums, zu deſſen Erwählung. die Synode alsbald die nöthigen Schritte that. Nachdem das Wahlcollegium von der Synode erwählt worden war, und dasſelbe ſich mehrere Male behufs Beſetzung jener beiden Profeſſuren in der Anſtalt zu St. Louis verſammelt hatte, trat es mit beſtimmten Vorſchlägen vor die Synode. Nach reiflicher Erwägung faßte die Synode im Einklang mit den Vorſchlägen des Wahlcollegiums folgende Beſchlüſſe: Beſchloſſen, daß die Synode Herrn Prof. Pieper zum Nachfolger des ſelig heimgegangenen Herrn Dr. Walther ernennt. Beſchloſſen, daß die Synode Herrn Prof. Pieper zugleich auch das Präſidium des theologiſchen Seminars zu St. Louis überweiſt. Beſchloſſen, daß die Synode Herrn Paſtor G. Stöckhardt, der bis⸗ her nur als „halbe Kraft“ am Seminar angeſtellt war, zum vollen Pro⸗ feſſor an der theologiſchen Lehranſtalt zu St. Louis macht. Da nun an Stelle des Herrn Prof. Pieper eine neue Lehrkraft geſetzt werden muß, und ebenſo an Stelle des Herrn Paſtor Stöckhardt wohl wieder eine in ähnlicher Weiſe aushelfende Kraft zu treten hat, ſo behielt ſich laut Auftrag der Synode das Wahlcollegium vor, die hiefür nöthigen Schritte ſeiner Inſtruction gemäß ſofort zu thun. Beſchloſſen, daß die von der letzten Delegatenſynode getroffene Beſtimmung in Bezug auf den Anfang des Schuljahres in unſeren Lehr⸗ anſtalten für unſer Seminar zu St. Louis wieder aufgehoben werde. Beſchloſſen, daß der Beginn des Schuljahres für unſere Anſtalt in St. Louis forthin der zweite Mittwoch im Monat September ſei. Concordia⸗Seminar zu Springfield, Ill. „Indem wir uns anſchicken, einer Ehrw. Delegatenſynode ehrerbietigſt über das letzte Triennium bezüglich des Predigerſeminars zu Springfield, Ill., Bericht abzuſtatten, geziemt es uns vor allem, Gott zu loben und zu preiſen für die mancherlei Erweiſungen des Segens, der Hülfe und Be⸗ wahrung, die er auch in den verfloſſenen drei Jahren uns ſo reichlich hat zu Theil werden laſſen. Ja, der HErr hat Großes an uns gethan, deß ſind wir fröhlich. Zwar hat es durch des Teufels Liſt und Neid und durch menſchliche Schwachheit nicht an mancherlei Nöthen und ſchmerzlichen Er⸗ fahrungen gefehlt, aber doch war Gottes Huld und Treue alle Morgen neu, und des HErrn Werk iſt nicht nur glücklich fortgegangen, ſondern es hat ſich auch in den verfloſſenen Jahren erweitert und vergrößert. „Was das Ehrw. Lehrercollegium betrifft, ſo hat der HErr alle Glie⸗ der desſelben in hinlänglicher Geſundheit und Kraft erhalten. Zwar