# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1887_S28 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 28 Verhandlungen der 20ſten Allgemeinen oder „Die Frequenz der Anſtalt in den letzten drei Schuljahren betreffend, waren 1884—1885 100 Studenten im Seminar, darunter 10 Norweger; 29 machten Examen. Im Jahre 1885—1886 beſuchten die Anſtalt 95 Studenten, darunter 8 Norweger; 34 machten Examen. Im gegenwärti⸗ gen Schuljahre 1886—1887 befinden ſich 93 Studenten in der Anſtalt, darunter 6 Norweger; 32 werden, will's Gott, Examen machen. „Die Studirenden unterwarfen ſich allezeit in Lehre und Leben der Zucht des göttlichen Wortes und übten chriſtliche Zucht auch unter ſich ſelbſt. Beklagenswerthe Vorkommniſſe, geſchweige nöthig gewordene Ausweiſun⸗ gen von Studenten aus der Anſtalt ſind nicht zu vermelden. „Leider haben in Abſicht auf das Lehrercollegium nach Gottes wun⸗ derbarem Rath zwei herbe Schläge unſere Anſtalt getroffen. Der erſte war der, daß im Monat März des vorigen Jahres Herr Prof. Schaller plötzlich arbeitsunfähig wurde, indem ein Hirnſchlag ihn befiel, der ihn eine Zeitlang faſt völlig lähmte. Der zweite noch härtere Schlag, der un⸗ ſere Anſtalt traf, war der, daß auch ſeit November vorigen Jahres der Präſes derſelben, unſer theuerer hochverdienter Herr Dr. Walther, erkrankt und arbeitsuntüchtig geworden iſt. Trotz mancher heißer Gebete, die für ihn zu Gott emporgeſandt wurden, hat ſich ſeine Krankheit doch nur ge⸗ mehrt, und vor Menſchen Augen hat es ganz den Anſchein, als ob Gott ihn bald aus der ſtreitenden Kirche in die triumphirende, aus der Arbeit zur ewigen ſüßen Ruhe rufen werde. „Der Ehrw. Synode wird es nun obliegen, dafür zu ſorgen, daß neue Kräfte an die Anſtalt zu St. Louis kommen. Zwar haben die andern Herren Profeſſoren ſich mit großer Bereitwilligkeit in die Vorleſungen der beiden Erkrankten getheilt, aber dadurch auch eine ſo ſchwere Arbeitslaſt auf ſich geladen, daß ſie dieſelbe unmöglich länger tragen können. Der Wohlſtand der Anſtalt erfordert es auch, daß ſobald als möglich Hülfe ge⸗ ſchafft, und zwar, daß die vorhandenen Lücken ſchon für das neue Studien⸗ jahr ausgefüllt werden. Die Aufſichtsbehörde hat auch in dieſer Ange⸗ legenheit ſowohl Herrn Dr. Walther als Prof. Schaller um ihre Anſicht befragt, und beide ſprachen ſich dahin aus, daß ſelbſt im allergünſtigſten Fall, nämlich wenn beide Erkrankte noch wieder ein wenig arbeiten könn⸗ ten, ein neuer Profeſſor an die Anſtalt berufen werden müſſe. Da aber nach Ausſage der Aerzte Herr Dr. Walther nie wieder im Stande ſein wird, ſeine Arbeit an der Anſtalt aufzunehmen, und da Herr Prof. Schaller, der zwar nach Oſtern einen Verſuch machen will, zwei Stunden wöchentlich zu leſen, doch ſchlechterdings nicht die Arbeiten thun kann, welche an unſe⸗ rer Anſtalt mit einer ordentlichen Profeſſur verbunden ſind, ſo finden ſich nach dem Urtheil der Aufſichtsbehörde zwei Vacanzen, die von der Synode zu beſetzen ſind. „Die Aufſichtsbehörde erlaubt ſich ferner, dem Wunſch der Herren Profeſſoren gemäß, auf Folgendes aufmerkſam zu machen: Der Beſchluß