# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1887_S24 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 24 Verhandlungen der 20ſten Allgemeinen oder ungefähr $24,000 verwandt. Wiewohl bis jetzt noch ohne einheitliche Ober⸗ leitung, wird doch die Arbeit in Einem Geiſte gethan. Und mit Erfolg. Fort und fort ſuchen und finden unſere eifrigen Reiſeprediger neue Häuflein, die ſich um ihr Wort ſammeln. Fort und fort werden aus bloßen Predigtplätzen ge⸗ ordnete und ſelbſtändige Gemeinden. Beſonders in den nordweſtlichen Staa⸗ ten und Gebieten rücken unſere Poſten, eine lange Kette bildend, Schritt für Schritt voran. Aber auch im Oſten und Süden öffnet ſich uns Thür um Thür. Auch die für dies Werk geſammelte Summe iſt ja wahrlich nicht gering. Und doch — was iſt dies von ſo vielen! Wie gering iſt immer noch der Theil, der davon auf jeden Einzelnen unter uns kommt! Wie viel mehr könnte geſchehen, wenn Jeder lebendig erkennete, daß nach Erhaltung des Worts in der eigenen Gemeinde und Förderung desſelben durch die Lehranſtalten doch offenbar ſeine nächſte Pflicht iſt, dies Wort nun auch denen zu bringen, welche es nicht haben, und unter dieſen wieder zuerſt Solchen, die es gehabt, dann aber verloren haben und die nun zum Theil ſo herzlich bitten, daß ihre ſchon verſorgten Brüder ſich ihrer annehmen! Obgleich die Negermiſſion, wie bekannt, nicht eigentlich ein Unter⸗ nehmen unſerer Synode, ſondern das Werk der ganzen Synodal Conferenz iſt, ſo kann ich doch nicht unterlaſſen, zumal ich wiederum Gelegenheit hatte, einen Einblick in dasſelbe zu thun, aufs neue zu bezeugen, daß es immer noch vortrefflich geleitet, eifrig betrieben und mit reellen Erfolgen geſegnet wird. Unſere Judenmiſſion hat ja leider ſehr traurige Erfahrungen an der Mehrzahl ihrer Getauften machen müſſen. Das ſollte uns aber billig nicht allzuſehr verwundern. Noch weniger hebt es unſre Pflicht auf, ſo viel wir vermögen, auch die verlorenen Schafe aus dem Hauſe Iſrael zu ſuchen. Freilich, behutſam ſollte es uns machen hinſichtlich der Art und Weiſe, wie dieſes Werk äußerlich angegriffen wird. Das hat es denn auch gethan. Während man früher ſolche, die Unterricht zu begehren erklärten, meiſt in das Miſſionshaus aufnahm, geht jetzt der Miſſionar in Koſt⸗ häuſern, Werkſtätten und bei Familienzuſammenkünften ſeinen Volks⸗ genoſſen nach und geſtattet nur ausnahmsweiſe und mit Zuſtimmung der Commiſſion hie und da jemand eine vorläufige Zuflucht in ſeiner Wohnung. Was die Heidenmiſſion betrifft, ſo legt uns der betreffende Be⸗ richt, welcher vom Michigan⸗Diſtrict namentlich in Einem Punkte befür⸗ wortet wird, auch diesmal wieder mit warmen Worten unſere Pflicht an's Herz und macht dabei auf Korea und Japan aufmerkſam. Dagegen hat die Commiſſion, und ohne Zweifel mit Recht, eines aus ſeiner Geſellſchaft ausgetretenen Miſſionars Anerbieten, ſein Werk in Afrika im Namen unſerer Synode fortzuſetzen, entſchieden abgelehnt. Da ſämmtliche Diſtricte ſich mehr oder weniger entſchieden dafür aus⸗ geſprochen haben, keiner derſelben aber Proteſt dagegen einlegt, daß die Unterſtützung, welche die hülfsbedürftigen Wittwen und