# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1887_S23 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) Fünften Delegatenſynode von Miſſouri, Ohio u. a. St. 1887. 23 den entſchließen könnten, ſtatt fremder nur unſere eigenen Schulbücher zu gebrauchen. Das würde nämlich aufs Jahr etwa $6,000 mehr einbringen. Nun aber bei ſo viel Anträgen auf Geldbewilligungen, wie ſteht es denn jetzt mit unſerer allgemeinen Kaſſe? Das wird gewiß die nächſte Frage ſein. Nun, die Bücher unſeres Kaſſirers ſind in beſter Ordnung gefunden worden. Und wenn ich den Bericht der Commiſſion verſtehe [was aber nicht über allen Zweifel erhaben iſt], ſo iſt die Totalſchuld der Synode bedeutend kleiner geworden. Doch darüber mögen andere das Einzelne angeben. Ich will nur noch ſagen, was ich gewiß weiß, nämlich: Es iſt und bleibt ein Irrthum und Aberglauben, ſo viele ihn auch hegen, daß unſer Buchverlag für alle Bedürfniſſe unſerer Synode aufkommen könne. Das kann er noch längſt nicht. Und unſere lieben Gemeinden müſſen durchaus mehr für die Synodalkaſſe thun, wenn es in unſerm Haushalte ordentlich und ehrlich hergehen ſoll. Unſere Zeitſchriften haben auch in den verfloſſenen Jahren gewißlich geleiſtet, was man, beſonders unter jetzigen Umſtänden, billigerweiſe er⸗ warten durfte. Aber es iſt offenbar, daß wir bei Beſetzung der St. Louiſer Lehrſtühle ernſtlich auch darauf werden zu ſehen haben, Männer zu gewin⸗ nen, welche unſeren überbürdeten Profeſſoren auch in ihren literariſchen Ar⸗ beiten tüchtig zu helfen vermögen und ſo zu ſchreiben verſtehen, daß unſere Blätter, während Zweck und Ziel dieſelben bleiben, für alle chriſtlichen Leſer gleich verſtändlich und dabei ſo anziehend, als irgend möglich, redigirt werden. Denn, um es nur gleich zu ſagen, an Wünſchen, Rathſchlägen und dergleichen, namentlich hinſichtlich des „Lutheraners“, fehlt es auch diesmal nicht. Was unſre kirchlichen Privatblätter betrifft, ſo bin ich überzeugt, daß ſie auch jetzt noch gute Dienſte leiſten. Aber allmählich wird es doch wohl deren nun genug geben, um wirkliche Localbedürfniſſe zu befriedigen. — So ziemlich dasſelbe gilt, wie mir ſcheint, auch von den Privatwohl⸗ thätigkeits⸗Anſtalten. Wenigſtens ſollte man ſie nicht in ſolcher Weiſe befürworten, daß unſre großen und allgemeinen Intereſſen dagegen in den Hintergrund gedrängt werden. Es wäre ja ein böſes Zeichen, wenn man auch nur hie und da anfinge, auf ſeine kleinen Local⸗Inſtitute mehr als auf das Wohl des Ganzen zu ſehen. Was man letzterem abzöge, um es den erſteren zuzuwenden, könnte auch ſchließlich nur zu doppeltem Schaden gereichen. Zu dieſen großen, allgemeinen Intereſſen gehört aber gewiß nächſt der Erhaltung unſerer Lehranſtalten vor allem andern die ſogenannte Innere Miſſion. Mit ungetheilter Freude und herzlichem Dank gegen Gott können wir auch diesmal auf dieſes Werk hinſehen. Gegen 60 Reiſe⸗ prediger und etwa 70 ſeßhafte Paſtoren arbeiten daran und bedienen jetzt, außer den ſchon geordneten und theilweiſe ſich ſelbſt erhaltenden Gemeinden, noch etwa 450 Predigtplätze. Zu ihrer Unterſtützung wurden im letzten Jahre