# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1887_S22 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 22 Verhandlungen der 20ſten Allgemeinen oder Das Haus konnte bis jetzt jederzeit mit Gewinn wieder verkauft werden. Uns ſelbſt aber würden wir ſehr im Lichte ſtehen, ließen wir dies Eigen⸗ thum in fremde Hände kommen. Indeſſen thatſächlich iſt ja die Sache bereits entſchieden. Alle Diſtricte haben ſich ſo einſtimmig und entſchieden darüber und zwar dafür ausgeſprochen, daß wir jetzt eigentlich nichts mehr als eine Förmlichkeit zu erfüllen haben, indem wir unter herzlichem Dank an die betreffenden Brüder die Uebernahme dieſes Hauſes beſchließen. Thun wir dies aber, ſo übernehmen wir damit auch die Pflicht, eine Schuld abzutragen, die nicht gering iſt. Sie belief ſich bei Abfaſſung des Berichts noch auf $38,000. Denn zur Abzahlung derſelben waren bis zum erſten Januar dieſes Jahres leider erſt $9,950.50 eingelaufen, ſeitdem freilich noch etwas über $2,000 mehr. Der nächſte Zahlungstermin iſt im Auguſt. Dann ſind $30,000 fällig. — Daß auch eine ſolche Summe aufzubringen und wie das anzugreifen ſei, haben uns ja kürzlich die Brüder in Addiſon gezeigt. Trotz der gewaltigen Summen, die eben zuvor für St. Louis ge⸗ ſammelt worden waren, verſtanden ſie es ja nicht bloß, $26,000 für ihren Bau, ſondern auch noch $6,000 Ueberſchuß herauszubringen. Folge denn unſere Emigranten·Commiſſion dieſem Beiſpiele nach und finde ſie gleich offene Herzen und Hände. Auch in Baltimore hat das Werk der Emigranten⸗Miſſion nicht bloß geſegneten Fortgang gehabt, ſondern auch bedeutende Erweiterung gefunden. Deſto betrübter iſt es daher, daß ſich die Commiſſion gedrungen ſieht, öffentlich Klage darüber zu erheben, daß einzelne Glieder unſerer Synode auf eigene Rechnung Subagenturen von allerlei fremden Auswan⸗ derungs⸗Agenten angenommen haben. Hinſichtlich des Buchverlages verſichert die Reviſions⸗Commiſſion, Alles in guter Ordnung gefunden zu haben. Der Rein⸗Gewinn iſt unge⸗ fähr derſelbe geblieben, obgleich die Preiſe gerade der gangbarſten Bücher herabgeſetzt und nicht unbedeutende Summen zur Erweiterung des Geſchäfts verwandt worden ſind. Von der neuen Luther⸗Ausgabe werden dieſes Jahr zwei Bände erſcheinen. Die drei erſten haben ſich bereits bezahlt gemacht; aber gegen $10,000 ſtecken noch in den übrigen. Deſto mehr iſt zu bedauern, daß der Abſatz von 5,300 auf 1,282 Exemplare geſunken iſt. Wie man hört, ſcheuen ſich manche deshalb, dies Werk anzuſchaffen, weil ſie befürch⸗ ten, die Synode werde das Unternehmen nicht hinausführen können. Sie vergeſſen dabei, wieviel ſie ſelbſt zur Abwendung dieſer Gefahr zu thun ver⸗ möchten. Wenn jedes Glied dieſer Verſammlung bei ſeiner Rückkehr ernſtlich daran ginge, in ſeiner Gemeinde ein paar Exemplare mehr unter⸗ zubringen, ſo wäre die Gefahr vorbei. Und welch ein Segen würde damit in unſre Gemeinden und Familien kommen! — Bei der Erweiterung des Geſchäftes iſt nun aber auch ein Anbau an das Geſchäftslocal nöthig ge⸗ worden, welcher ungefähr $11,000 erfordert. Dieſe Summe aber könnte in kurzer Zeit zurückgewonnen werden, falls ſich alle unſere lieben Gemein⸗