# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1887_S20 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 20 Verhandlungen der 20ſten Allgemeinen oder Uebereinſtimmung vorhanden wäre, beim Wahlcollegio verbliebe, deſſen Glieder, weil jetzt hier anweſend, ſich diesmal ſchneller als ſonſt würden vereinbaren können. — Im übrigen beantragt die Aufſichtsbehörde in St. Louis keine außerordentlichen Bewilligungen und ſpricht nur noch den Wunſch aus, daß die für alle Lehranſtalten feſtgeſetzte Zeit für den Beginn des Schuljahres in Bezug auf St. Louis möge modificirt werden. Eine ähnliche Noth, wie in St. Louis, findet ſich gegenwärtig auch in unſerm Gymnaſio zu Fort Wayne. Seit Herrn Director Biſchoffs Reſignation und Zurücktritt ins Predigtamt hat zwar das dortige Lehrer⸗ collegium die Arbeiten des Directorats vorläufig unter ſich vertheilt und die Lectionen fortgeführt, ſo gut es eben thunlich war. Nun aber ſind leider die Wahlen des Wahlcollegii bis jetzt ganz vergeblich geweſen. Be⸗ reits zwei der Erwählten haben abgelehnt. Ja, es ſieht faſt aus, als ob ſich niemand unter uns mehr recht getraute, dies Amt zu übernehmen, und vielleicht nicht ganz ohne Urſache. Denn es wird wohl entweder ein ganz ungewöhnlich begabter Mann, oder eine ganz andere Art und Weiſe, dies Amt zu führen, ausfindig gemacht werden müſſen, wenn nämlich der Director auch fernerhin alles ſelbſt und allein thun ſoll; oder aber es muß unter Zuſammenwirken der Aufſichtsbehörde und des Lehrercollegii eine regelmäßige, dauernde Mitbethätigung der andern Lehrer an einigen Ar⸗ beiten des Directorats vereinbart und dann von der Synode feſtgeſetzt werden, wenn wir es nicht erleben wollen, daß ſich die Reſignationen und Ablehnungen fort und fort wiederholen. — Sonſt wird aber der Bericht der Aufſichtsbehörde vorwiegend Erfreuliches mitzutheilen haben und auch in der Hinſicht erfreulich lauten, daß er außer einer Gehaltszulage für den Director keine beſonderen größeren Bewilligungen beanſprucht, ſondern der Synode nur zu bedenken gibt, daß es wohlfeiler ſei, auf eigenem Grund und Boden eine Lehrerwohnung zu erbauen, als fort und fort Hausmiethe zu zahlen. Eine kleine Veränderung hinſichtlich Beginns und Schluſſes des Schuljahrs wird aber auch in Fort Wayne gewünſcht. Was wir in Bezug auf Fort Wayne zu thun haben, wird nun aber wohl, wenigſtens zum Theil, mit davon abhängen, was hinſichtlich eines Antrags der Illinois⸗, Wisconſin⸗ und Minneſota⸗Diſtricte beſchloſſen werden wird. Man bietet nämlich darin das Progymnaſium zu Mil⸗ waukee der Allgemeinen Synode als ihr Eigenthum an und zwar mit dem Wunſche, dasſelbe möge zu einem vollen Gymnaſium erhoben werden. Vielleicht wäre deshalb das Gerathenſte, dieſe Sache vorher oder doch zu⸗ gleich mit dem Berichte aus Fort Wayne vorzunehmen, und zu dieſem Zweck, wie in der Eingabe gebeten wird, ſogleich eine beſtimmte Zeit für Verhandlung dieſer Sache feſtzuſetzen. — Daß wir eine größere Anzahl vollſtändig ausgebildeter Paſtoren bedürfen und folglich thun ſollten, was wir können, ſie zu bekommen, darüber wird unter uns keine Meinungs⸗ verſchiedenheit herrſchen. Die Frage wird nur ſein 1. ob zu dieſem Zweck