# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1887_S17 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) Fünften Delegatenſynode von Miſſouri, Ohio u. a. St. 1887. 17 den Grund zu unſerer Gemeinſchaft gelegt. Er hatte beim Ausbau mehr gethan als Andere. Er war unſer Führer bei der Arbeit und im Streit. Kann man das Wort Eliſä beim Scheiden des Elias und das Wort des Joas bei Eliſä Hingang auf einen Knecht Gottes von mittelbarer Er⸗ leuchtung und Sendung anwenden, ſo werden auch wir ihm nachrufen müſſen: „Mein Vater, mein Vater, Wagen Iſrael und ſeine Reiter!“ Er war ja in That und Wahrheit der geiſtliche Vater wer weiß wie vieler Seelen. Und wie ſich die Macht eines weltlichen Reichs in Streitwagen und Reitern darſtellt, ſo war ja in ihm die Macht unſerer Synode gleichſam verkörpert. Wie unentbehrlich ſchien er uns! Wie viel fehlt uns, da er uns fehlt! Wie ſehr werden wir ihn noch vermiſſen! Wie könnten wir ihn jemals vergeſſen! Doch — Gott will ihn uns nehmen. Demüthigen wir uns denn unter ſeine gewaltige Hand. Er iſt der HErr, Er thue, was Ihm wohlgefällt. Geben wir Gott die Ehre! Vor ihm iſt kein Menſch unentbehrlich. Gott iſt unſere Zuflucht für und für. Allein Er bleibt, wie Er iſt. Aber dieſer Gott iſt kein Anderer als unſer Gott, ja, um ſeines lieben Sohnes willen unſer Vater. Und ſeine Barmherzigkeit hat noch kein Ende. Mochte Eliſa ſich verlaſſen fühlen, Gott verließ ſein Iſrael nicht. Mochte Er einen ſei⸗ ner Knechte nach dem andern abrufen, Er blieb. So wird Er auch unſer nicht vergeſſen. Und kann Er etwa nicht auch heute noch ſich Kinder er⸗ wecken aus den Steinen und aus dem Munde der Unmündigen eine Macht bereiten gegen ſeine Feinde? Iſt nicht ſeine Kraft in den Schwachen mäch⸗ tig? Will Er ſie nicht feſtbehalten bis ans Ende? Wie ſollte Er denn das Werk liegen laſſen, was Er doch ſelbſt unter uns und durch uns angefan⸗ gen hat? Trauern wir denn, meine Brüder — aber nicht als die, die keine Hoff⸗ nung haben. Legen wir nicht kleinmüthig die Hände in den Schooß. Nein, heben wir unſere Augen auf zu den Bergen, von wannen uns die Hülfe kommt; richten wir die müden Kniee und die laſſen Arme auf; greifen wir getroſt wieder zur Kelle und, wo es ſein muß, zum Schwert. Aber vorſich⸗ tiglich, in der Furcht Gottes. Bis jetzt war es ja eine ausgemachte Sache unter uns, daß auf keinem andern Grunde gebaut werden ſolle, als auf dem, der da gelegt iſt; durch kein anderes Mittel, als durch das Wort, das zu Chriſto führt und bei Chriſto erhält; auch nach keinem andern Plane, als nach dem, welcher bei der Formation und Reformation der Kirche den Heiligen einmal vorge⸗ geben iſt. Dabei muß es nun vollends feſt und unverbrüchlich bleiben. Jetzt gilt es mehr als ſonſt, um Weisheit bitten, daß wir feſt beiſammen ſtehen in einerlei Sinn und Meinung. Denn nur wenn wir bauen, wie wir die apoſtoliſche Zeit zum Vorbilde haben, nur wenn jeder unter uns zuerſt ſich ſelbſt und dann, je nach Gabe, Beruf und Gelegenheit, ſeinen Nächſten erbaut, das heißt, auf dem ewigen Fels des Heils gründet, feſtigt