# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1884_S77 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) Vierten Delegatenſynode von Miſſouri, Ohio u. a. St. 1884. 77 der vorhergehenden Zeit vergleicht; denn in den vorhergehenden 8 Jahren hat der Agent, alles zuſammen genommen, nur 1661 Perſonen empfangen, 1421 Briefe und Karten erhalten und 1239 geſchrieben. So ſind alſo in den letzten drei Jahren 1124 Perſonen mehr empfangen, 504 Briefe mehr erhalten und 495 Briefe mehr geſchrieben worden, als in den vorhergehen⸗ den 8 Jahren zuſammengenommen. „An Geldern wurden in den vergangenen 3 Jahren ungefähr $20,000 bei dem Agenten hinterlegt und wieder an und für die betreffenden Paſſa⸗ giere ausbezahlt. — Geldvorſchüſſe wurden im Betrage von ungefähr $1500 gemacht; davon ſteht noch zur Zeit ein Theil aus. — An die Armen und Unbemittelten wurden ungefähr $125 aus der Unterſtützungskaſſe ver⸗ ſchenkt. — Vielen von denen, welche hier in der Stadt zurückbleiben muß⸗ ten, iſt ein Unterkommen und ehrliche Arbeit verſchafft worden. — Im letzten Jahre wurde außerdem für 523 erwachſene Perſonen und 257 Kin⸗ der Koſt und Logis von resp. einem Tag bis zu drei und vier Wochen be⸗ zahlt. Mit Doctor- und Apothekerkoſten belief ſich die hiefür verbrauchte Summe auf $1746.10. Dieſes Geld floß aus der vom Staate erhobenen Steuer von 50 Cents per Einwanderer und war unſerem Agenten von der betreffenden Executivbehörde für dieſe ſogenannte Kopfgeldkaſſe zu dieſem Zwecke eingehändigt worden. Auf wie lange man ſich jedoch in dieſer Weiſe unſeres Agenten bedienen will und wird, und wie lange er daher aus dieſer Kaſſe ſchöpfen kann, das iſt ungewiß und fraglich. „Der Bericht unſeres Kaſſirers, Herrn W. Schaumlöffel (205 N. Fre⸗ mont St.), vom Jahre 1881 bis 1884 weiſt — mit Hinzurechnung des Kaſſenbeſtandes (am 1. Januar 1881) von $3.88 — eine Einnahme nach von $922.10 und eine Ausgabe von $768.02. Kaſſenbeſtand am 1. Januar 1884 $154.08. „Leider haben wir im letzten Jahre über 100 Dollars weniger einge⸗ nommen als im Jahre zuvor, trotzdem daß die Einwanderung faſt dieſelbe war. Wir erſuchen daher die lieben Gemeinden, doch ja nicht lau zu wer⸗ den und abzulaſſen, am allerwenigſten jetzt, wo vor allem ihre Hülfe noth thut und ſoviel Gutes geſchehen kann. „Auch dürfte hierbei wohl in paſſender Weiſe wieder bemerkt und er⸗ innert werden, daß neben dem Gebet und einzelnen Collecten, die von Zeit zu Zeit in unſern Gemeinden gehalten werden ſollten, das Werk nicht beſſer gefördert werden kann, als wenn alle diejenigen, welche Einwanderer her⸗ überkommen laſſen oder ſelbſt hinausreiſen, ihre Billete über Land und Meer nicht durch fremde, ſondern durch unſeren eigenen Agenten beſorgen laſſen, da ja der Gewinn, welchen Eiſenbahn⸗ und Schiffahrtsgeſellſchaf⸗ ten unſerem Agenten fürs Beſorgen von Billeten gewähren, in die Kaſſe der „Commiſſionsgebühren“ fließt, mithin nur der Miſſion zu Gute kommt. Die Einnahme an ſolchen Commiſſionsgebühren betrug in den letzten 3 Jahren (mit Einſchluß eines Kaſſenbeſtandes — am 1. Januar