# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1884_S74 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 74 Verhandlungen der 19ten Allgemeinen oder gegeben und es gibt deren heute noch ſolche. Allerdings haben ſie keine Capelle, aber die Gäſte finden dort ein freundliches Entgegenkommen, reich⸗ liche und ſchmackhafte Koſt, ſaubere Betten und eine reelle Behandlung. Uebrigens ſchicken wir nur einen kleinen Theil unſerer Leute in ein Gaſt⸗ haus; unſer Beſtreben iſt vielmehr, ſie vor unnöthigem Aufenthalt und Unkoſten zu bewahren und ſie ſo ſchnell wie möglich weiter zu befördern. „In Verbindung hiermit möchten wir uns erlauben, eine Ehrw. Sy⸗ node auf einen Paſſus im Protokoll der letzten Delegatenſynode vom Jahre 1881 aufmerkſam zu machen, welcher Seite 77 alſo lautet: ‚Durch die Lö⸗ ſung unſerer bisherigen Verbindung mit dem Emigrantenhaus zu New York iſt auch die Beſchaffung eines eigenen, unſerer Miſſion allein zu Dien⸗ ſten ſtehenden Emigrantenhauſes ein Bedürfniß geworden, zu deſſen baldi⸗ ger Stillung ſich vieler Herzen und Hände aufthun ſollten.‘ — Dieſe Nothwendigkeit hat ſich in den verfloſſenen drei Jahren als eine unabweisbare herausgeſtellt, da die Verhältniſſe in und unſere Verbindung mit Caſtle Garden, namentlich in letzter Zeit, ſich ſo geſtaltet haben, daß unſer Miſſionar nur dann an die an ihn gewieſenen Einwanderer gelangen kann, wenn wir ein eigenes Haus haben. Zwar haben wir in den verfloſſenen Jahren uns wiederholt nach einem paſſenden Local umgeſehen, auch nach einem geeigneten Manne, der bereit und fähig geweſen wäre, ein ſolches Haus für uns zu übernehmen und zu führen. Allein vergebens. Es hat damit ſeine großen Schwierigkeiten. Einmal iſt der Preis des Grundeigenthums und der Häuſer in dem Theil der Stadt New York, in welchem Caſtle Garden und die Emigrantenherbergen belegen ſind, enorm hoch, und ferner hat auch nicht jeder, der den guten Willen hat, auch die Gabe, einen guten Hauswirth abzugeben. Da nun die Erfahrung gelehrt hat, daß unter uns ſich niemand gefunden, der ein ſolches Haus an⸗ gefangen hätte, die Committee auch nicht gewagt hat, als ſolche ein Eigen⸗ thum käuflich zu erwerben, da ſie von der Synode nicht dazu ermächtigt war; ein eigenes Emigrantenhaus aber eine unbedingte Nothwendigkeit iſt, wenn unſer Werk nicht geradezu lahm gelegt werden ſoll: ſo halten wir es für geboten, daß die Ehrw. Synode die Committee er⸗ mächtige, im Namen der Synode ein ſolches Haus zu er⸗ werben und einzurichten. „Endlich möchten wir einer Ehrw. Synode empfehlen, Herrn Paſtor Keyl's Salär von $1200 auf $1500 per Jahr zu erhöhen, da der bisherige Gehalt, worauf Paſtor Keyl lediglich angewieſen iſt, unter den New Yorker Verhältniſſen für Leibes⸗Nahrung und Nothdurft ſeiner Familie nicht mehr ausreicht. „Die Geſammt⸗Einnahmen vom 1. Mai 1881 bis 1. Mai 1884 be⸗ trugen $4798.76 und die Geſammt⸗Ausgaben — mit Hinzurechnung einer Kaſſenſchuld von $347.04 — $5662.55. Mithin iſt gegenwärtig (1. Mai 1884) ein Deficit von $863.79 in der Kaſſe.