# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1884_S72 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 72 Verhandlungen der 19ten Allgemeinen oder hielt unſere Miſſion Schritt und hätte es noch beſſer gethan, wenn inner⸗ halb unſeres kirchlichen Verbandes uns beſſer in die Hände gearbeitet wor⸗ den wäre. „Unſer Miſſionar, Herr Paſtor S. Keyl, beförderte in dem genannten Zeitraum 15,696 Seelen. Arbeit und Verdienſt wurde 518 Perſonen nachge⸗ wieſen, und zwar ſo, daß ſie neben dem irdiſchen Brod auch Gelegenheit er⸗ hielten, die Gnadenmittel rein und unverfälſcht zu gebrauchen. Almoſen wurden verabfolgt im Betrage von $1481.81, indem armen Einwanderern dafür Mahlzeiten, Nachtherberge oder Proviant für die Weiterreiſe ver⸗ ſchafft wurde. Die Summe der zur Beförderung von Einwanderern oder Verſendung nach Deutſchland empfangenen und verrechneten Gelder beläuft ſich auf $222,760.61. Vorſchüſſe an ganz oder theilweiſe Mittelloſe wur⸗ den zum Betrage von $24,694.30 gemacht. Davon ſtehen vom vergange⸗ nen Jahre und von früher her leider noch nahezu $5000 aus. Wer obige Ziffern mit Nachdenken anſchaut, wird leicht erkennen, daß allein durch Vor⸗ ſchüſſe zu Nutz und Frommen der Fremdlinge wirklich Großes geleiſtet worden iſt. Viele Thränen ſind dadurch getrocknet, mancher Kummer ge⸗ ſtillt, ſchweren Unkoſten vorgebeugt, kurz, Vielen iſt geholfen worden. Um ſo ſchändlicher iſt es, wenn man ſolche erfahrene Wohlthaten ſo ſchnell ver⸗ gißt und die empfangenen Gelder erſt nach langer Zeit oder auch gar nicht zurückſendet. — Unentgeltlich wurden vertheilt: 98,000 Tractate; 60,000 Exemplare „Luth. Kinderblatt“, herausgegeben und geſchenkt von Präſes J. P. Beyer; 361 „Jugendkalender“, von demſelben; 6080 Kalender unſerer Synode und an 600 Exemplare des Canada „Volksblatt“. Briefe und Poſtkarten liefen ein 13,944; geſchrieben und abgeſandt wurden 10,775. „Sehr ſchätzenswerthe Dienſte hat Herr Skov, Miſſionar der nor⸗ wegiſchen Synode, unſerem Miſſionar geleiſtet, indem er die Vertheilung der Tractate und kirchlichen Blätter beſorgte und Herrn Paſtor Keyl in Caſtle Garden vertrat, die an denſelben gewieſenen Einwanderer dort auf⸗ ſuchte und zu ihm in ſeine Office führte, wo Paſtor Keyl dann alles Nöthige für ſie in die Hand nehmen und ordnen konnte. „Die Hamburger Miſſion für Auswanderer, welche nun ſeit 11 Jah⸗ ren mit der unſerigen Hand in Hand arbeitet, hat ſich auch in den ver⸗ floſſenen Jahren höchſt ſegensreich erwieſen und ſich den Dank aller mit ihr in Berührung Gekommenen erworben. Herr H. Tormählen, 14 St. Annen, iſt dort Miſſionar und Herr V. L. Meyer, 13 Gröninger Str., unterzieht ſich freundlichſt allen Correſpondenzarbeiten. Vergebens haben ſich in⸗ und ausländiſche Verleumder bemüht, unſeren Miſſionar, S. Keyl, in Hamburg in Verdacht zu bringen und unſere Verbindung mit der dortigen Miſſion zu ſchädigen. „Seit Ende des Jahres 1882 haben wir auch einen eigenen Emigran⸗ tenmiſſionsgehilfen in Bremen. Bremen iſt in den letzten Jahren die be⸗