# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1884_S71 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) Vierten Delegatenſynode von Miſſouri, Ohio u. a. St. 1884. 71 feſten die Aufmerkſamkeit der Gemeinden auf dieſe Sache gerichtet werde. Sie hat das gute Vertrauen, daß dann an freiwilligen Gaben der Liebe ſo viel zuſammenkommen werde, wie dieſe Männer zur Vollendung ihrer Stu⸗ dien benöthigt ſind. — In Verbindung hiermit „wird auch allen lieben Synodalen die freundliche Bitte ans Herz gelegt: es doch ſofort der geehr⸗ ten Commiſſion für Judenmiſſion zu melden oder melden zu laſſen, wenn ſie von irgend einer unſerer lieben Gemeinden außerhalb New Yorks er⸗ fahren, daß da eine Stelle als Clerk, Buchführer oder dergleichen in einem Verkaufsgeſchäfte ſich findet (wozu ja bekanntlich die bekehrten Judenchriſten am meiſten Gaben und Geſchick haben); denn gerade dieſes verurſacht der lieben Miſſionscommiſſion mit die ſchwerſten Sorgen und größeſten Aus⸗ gaben, daß ſie für die nach ihrer Bekehrung von ihren Volksgenoſſen ver⸗ ſtoßenen und verhaßten Judenchriſten leibliches Auskommen und Unter⸗ kommen beſchaffen muß.“ (Aus dem Bericht der Committee für den Bericht der Judenmiſſions⸗Commiſſion.) Bei dieſer Gelegenheit wurde daran erinnert, daß man über der Juden⸗ miſſion ja nicht etwa der Negermiſſion vergeſſen möge. Faſt habe es den Anſchein, als ſchwinde mit dem Wachſen des Eifers für die Judenmiſſion der bisher bewieſene Eifer für die Negermiſſion, während doch dieſe einen nicht geringen, ſondern ſehr bedeutenden Erfolg aufweiſe. Wohl iſt ſie ein Werk, deſſen Betreibung als ſolches der „Synodal⸗Conferenz“ obliegt, wes⸗ halb wir hier nicht ausführlich uns mit ihr befaſſen können. Allein weil auch unſere Synode ein Glied dieſer Conferenz iſt, man auch von uns aus leicht erklärlichen Gründen inſonderheit erwartet, daß wir dieſe Miſſion kräftig unterſtützen, ſo dürfen wir hier ja nicht ermüden. Wie geſagt, ſind die Erfolge der Negermiſſion keine geringen. Sie zählt bereits 70 bis 80 Communicanten und unterhält ſtark beſuchte Negerſchulen. So wächſt z. B. in New Orleans eine lutheriſche ſchwarze Generation kräftig heran. Die Betreibung der Negermiſſion erfordert eine monatliche Ausgabe von 350 bis 400 Dollars. Man wolle alſo auch fernerhin mit gleicher Liebe dieſer Miſſion gedenken und ſie nicht in den Hintergrund treten laſſen, ſon⸗ dern nach wie vor mit Fürbitte und reichlichen Gaben unterſtützen, damit ſie ohne Unterbrechung kräftig weiter geführt werden könne. Emigranten⸗Miſſion. 1. In New York. „. . . Bekanntlich war die Einwanderung nach den Vereinigten Staa⸗ ten in den Jahren 1881, 1882 und 1883 die größte ſeit Menſchengedenken; denn nicht weniger als 1,713,802 Fremdlinge betraten in dieſen drei Jah⸗ ren die Geſtade unſeres Landes. Davon kamen durch Caſtle Garden in New York 1,284,781 mit 599,370 Deutſchen. Mit dieſer Einwanderung