# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1884_S68 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 68 Verhandlungen der 19ten Allgemeinen oder Armenier — derſelbe hatte früher in Berlin die deutſche Sprache erlernt und daſelbſt Theologie ſtudirt — gemacht hatte und dafür hielt, daß dieſer Mann, der nunmehr auch ein Glied der lutheriſchen Kirche geworden war, eine geeignete Perſon ſei, unter ſeinen Landsleuten mit Erfolg zu miſſio⸗ niren. Auch die Synode ſah und hörte dieſen Armenier — ſein Name iſt Tſchopurian —, welcher der Synode als Gaſt anwohnte. Allein die Synode konnte ſich nicht entſchließen, ſchon jetzt den Betrieb der Heidenmiſſion wieder aufzunehmen. Sie gab daher nach reiflicher Er⸗ wägung folgende Erklärung ab: So ſehr einerſeits wir uns von Herzen darüber freuen, daß auch in unſerer Mitte die Liebe zu dem vom HErrn ſeiner Chriſtenheit befohlenen Werke der Heidenmiſſion warm und lebendig iſt, und ſo gern wir auch die Miſſionsarbeit unter den Heiden ſofort auf⸗ nehmen möchten, ſo ſehr müſſen wir anderſeits unſer Bedauern darüber ausſprechen, daß wir bei der großen Menge von Miſſionsarbeit, auf welche uns Gott zunächſt gewieſen hat, nicht im Stande ſind, zur Zeit ab⸗ zuſehen, wie wir es wagen dürfen, unter den jetzigen Umſtänden ein neues Miſſionsgebiet aufzuſuchen, für deſſen Betrieb wir keinen Fingerzeig Gottes haben. Was nun die von der Miſſionscommiſſion verwaltete Kaſſe betrifft, ſo befand ſich im Mai 1881 in derſelben ein Beſtand von $202.34. Die Commiſſion nahm von der Zeit an für Ländereien ein $4212.17; ſonſtige Einnahmen $175.25; ſie lieferte davon an den Allgemeinen Kaſſi⸗ rer ab $4159.17; die Ausgaben für Publicationen der Synode, geſandt an ſolche Miſſionare auswärtiger Geſellſchaften, welche darum baten (ſiehe Bericht der Allgem. Synode vom Jahr 1881, S. 77), betrugen $435.63; ſonſtige Ausgaben $21.31; es betrug mithin die Geſammteinnahme $4589.76 und die Geſammtausgabe $4616.11; bleibt ein Vorſchuß von $26.35. — Die Ausſtände für die letzten verkauften Miſſions⸗Ländereien betragen etwa $1200. Unverkaufte Ländereien ſind nicht mehr vorhanden. Juden⸗Miſſion. „Schon auf der letzten Allgemeinen Synode wurde die Wichtig⸗ keit der Judenmiſſion gehörig betont, aber es fehlte der rechte Mann dazu. Der liebe Gott hat auch den gehabt und hat ihn weit aus der Türkei nach New York hergeführt, nämlich den Judenmiſſionar Daniel Landsmann, nachdem Herr Paſtor S. Keyl längere Zeit mit demſelben in Correſpondenz geſtanden hatte. Die Emigrantenmiſſions⸗Commiſſion berichtete darüber der New Yorker Localconferenz, der zwar auch die Judenmiſſion am Herzen lag, aber ſie wollte zuvor gewiß ſein, einen treulutheriſchen Miſſionar zu haben. Es beſchloß darum die Conferenz, Daniel Landsmann auf einige Zeit nach Springfield zu ſchicken, damit er mit der lutheriſchen Lehre und