# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1884_S32 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 32 Verhandlungen der 19ten Allgemeinen oder Dingen, welche nicht unmittelbar zum Bau ſelbſt gehörten, etwas zu thun, ſo fiel dieſe ſchwierige Aufgabe der Aufſichtsbehörde zu, welche nach beſtem Wiſſen und Gewiſſen derſelben ſich zu entledigen verſucht hat. — Die Rech⸗ nungen hierüber liegen der Ehrw. Synode bereits in dem Rechnungsbericht des Allgemeinen Herrn Kaſſirers vor.“ (Bericht der Aufſichtsbehörde.) Beſchloſſen, daß die von der Aufſichtsbehörde ausgeſprochene Bitte, die Synode wolle die Koſten von 1000 Dollars, welche die Hei⸗ zung des Seminars während des letzten Winters verurſacht hat, aus der Synodalkaſſe beſtreiten, nicht gewährt werden könne, da die Beſtreitung dieſer Koſten Sache des Verwalters der Haushaltskaſſe iſt und ſie da⸗ her aus letzterer Kaſſe zu entnehmen ſind. „Da die ſpecificirten Rechnungen über die aufgeführten Bauten be⸗ reits durch den Allgemeinen Kaſſirer, Herrn E. F. W. Meier, zur Kennt⸗ nißnahme der ganzen Synode gebracht worden ſind, ſo erübrigt für die Baucommittee nur noch dies, der Ehrw. Synode über die bedeutende Ueber⸗ ſchreitung der von ihr beſtimmten Bauſumme Aufſchluß und Rechenſchaft zu geben. In Bezug hierauf erklärt die Committee im Voraus ſogleich, daß ſie ſich nicht von aller Schuld freiſprechen will, daß die Koſten wohl niedriger gehalten und mancherlei hätte geſpart werden können und ſollen. Doch hoffen wir, die Ehrw. Synode wird erkennen, daß ſolches von ihr (der Committee) nicht mit leichtfertiger Beiſeitſetzung und gewiſſenloſer Mißachtung der gegebenen ſynodalen Beſtimmungen geſchehen iſt, ſondern daß die Haupturſachen der großen Vertheuerung außer der Berechnung und Controle der Committee lagen. „Ohne Zweifel wird von Sachverſtändigen und Wohlmeinenden in der Synode ohne Widerrede willig zugeſtanden, daß die Summe von un⸗ gefähr $90,000 für das Seminar von Anfang an vom Architecten zu niedrig geſtellt war. Dieſe Summe wurde um ſo verhängnißvoller, als Baumaterial und Arbeitslohn bald nach der Synodalverſammlung um mindeſtens 25 Procent ſtieg und ſich ſo bis zum heutigen Tage hielt, wäh⸗ rend doch ein „ſchönes, ſolides, für eine lange Reihe von Jahren ausreichendes Gebäude“ aufgeführt werden ſollte, dazu von der ganzen Bauſumme 10 Procent für den äußern Schmuck des Ge⸗ bäudes beſtimmt waren. — Da die Committee darauf bedacht ſein ſollte, ein ſolides Gebäude aufzuführen, ſo wählte ſie überall nicht nur das beſte Baumaterial, ſondern auch die beſten Arbeiter. Sie gab die Con⸗ tracte nicht dem, der das niedrigſte Angebot machte, ſondern dem, der un⸗ ter den niedrigeren der competenteſte und zuverläſſigſte war. Daß dieſes Verfahren, das ohne Zweifel das einzig richtige war, bei der Steigerung der Preiſe für Material und Arbeit, bei einem Bau von ſolchem Umfange