# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1884_S27 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) Vierten Delegatenſynode von Miſſouri, Ohio u. a. St. 1884. 27 ſolche Wünſche erheben, die Erfüllung derſelben nicht auf drei Jahre hinaus⸗ geſchoben zu werden braucht. Der Mittlere Diſtrict hat ſich bei ſeiner letzten Verſammlung ent⸗ ſchloſſen, die, trotz aller gegebenen Erklärungen immer noch mißliebige, Unterſtützungsgeſellſchaft für Wittwen und Waiſen von Predigern und Lehrern innerhalb ſeines Gebietes völlig aufzuheben. Alle Gemeinden haben ſich willig gezeigt, auch dieſe Sache ganz zu der ihrigen und damit zur Sache des Diſtricts zu machen. Dasſelbe iſt hinſichtlich der Unter⸗ ſtützung alter und kranker Paſtoren und Lehrer beſchloſſen, jedoch mit der ausdrücklichen Erklärung, daß der Diſtrict nach wie vor ſich ſchuldig achte und bereit ſei, vorkommenden Falls auch anderen Diſtricten in Unter⸗ ſtützung ihrer Bedürftigen zu helfen. Auf ein ähnliches Ziel, nämlich Unterſtützungen aller Art zunächſt zur Sache des Diſtricts zu machen, geht wohl auch eine Eingabe des Michigan⸗Diſtricts hin, welche ich nebſt einem Vorſchlage für Einführung einer beſſeren Ordnung bei Eintreten von größe⸗ ren und allgemeineren Unglücksfällen einer Committee zu Begutachtung und Berichterſtattung übergeben werde. Es ſind fünf Fälle von Appellationen, über welche hier Auskunft zu geben iſt. Zwei davon lagen bereits der vorigen Synode vor. In der Sache Herrn Kupferſchlägers (ſiehe Seite 84 des letzten Berichts) hat die beſtellte Committee, die Herren Paſtoren König und Hochſtetter, ſeiner Zeit berichtet, daß bei der vorgenommenen nochmaligen öffentlichen Unter⸗ ſuchung der Betreffende „ſowohl den anweſenden Zeugen als der Committee als ein der Lüge ergebener, unbußfertiger Menſch offenbar geworden ſei, der mit Recht gebannt worden“. — Hinſichtlich Herrn Lindemanns (S. 84) haben die Herren Paſtoren Rolf und Sievers, welche beauftragt waren, mündlich mit dem Betreffenden zu verhandeln, leider ebenfalls berichten müſſen, daß ihre Mühe verloren geweſen ſei und daß Lindemann ſich „als ein ganz boshafter, hoffärtiger und verlogener Mann offenbart habe“. Damit wäre nun nach Beſchluß der Synode auch dieſe Sache erledigt, wie dies die Committee auch an Ort und Stelle ausgeſprochen hat. Trotzdem aber hat Lindemann mir abermals eine Appellation an die Allgemeine Synode eingeſandt. Deshalb wird doch wohl nicht überflüſſig ſein, durch eine Committee unterſuchen und berichten zu laſſen, ob in dieſem wie in dem vorigen Falle wirklich alles in Richtigkeit iſt. — Die dritte Appellation, die des Herrn D. Denke⸗Walther gegen die Entſcheidung des Mittleren Diſtricts, iſt von mir an Ort und Stelle unter Beihülfe Herrn Paſtor Jüngels sen. und Herrn Paſtor C. C. Schmidts erledigt worden. Obgleich auch da völlig offenbar ward, daß Paſtor und Gemeinde bei Ausſchluß des Betreffenden ganz nach chriſtlicher Ordnung gehandelt hatten, ſo blieb der⸗ ſelbe doch bei ſeinen unerwieſenen gehäſſigen Beſchuldigungen. — Eine vierte iſt die des Herrn Lehrers Lehnigk. Derſelbe hatte ſich zwar mit ſei⸗ nem Recurs von der Entſcheidung der Commiſſion des Wisconſin⸗Diſtricts