# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1884_S26 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 26 Verhandlungen der 19ten Allgemeinen oder die Sache im Kämmerlein und mit Andern zu bewegen, ſondern ſollten vielmehr auch als Synode die nöthigen Vorkehrungen treffen, daß wir, was Perſonen und Mittel betrifft, nicht völlig ungerüſtet daſtehen, falls es Gott gefiele, uns ein Feld für dieſe Arbeit anzuweiſen, was ja jeden Augenblick geſchehen kann. Ueber den Bericht unſerer Heidenmiſſions⸗ Commiſſion ſammt zwei Eingaben ſeitens des Michigan⸗Diſtricts und der New Yorker Paſtoralconferenz, deren letzte den Antrag auf eine Miſſion in Armenien enthält, wird eine Committee referiren. Es mehren ſich von Jahr zu Jahr im Bereiche der Synode wohl⸗ thätige Privatanſtalten und bezeugen, daß die rechtgläubige Kirche zwar nicht mit Werken umgeht, aber auch nicht ohne gute Werke bleibt. Sie werden, ſoviel mir zu ſehen vergönnt war (und ich habe faſt alle be⸗ ſucht), rechtſchaffen geleitet und leiſten zum Theil mit ihren geringen Mit⸗ teln verhältnißmäßig mehr, als die koſtſpieligen Staatsanſtalten ähn⸗ licher Art. Freuen wir uns deſſen. Seien wir auch nicht zu beſorgt, daß durch Unterſtützung derſelben den eigentlichen Synodalanſtalten zu viel entzogen werde! Je mehr Freigebigkeit für dieſen und jenen beſonderen Zweck gelernt wird, lernt ſie ſich auch im Allgemeinen und für alles Gute. Aber auf dreierlei ſei mir erlaubt, bei dieſer Gelegenheit aufmerkſam zu machen. Erſtlich: man errichte ja keine Anſtalt, bloß um es einem anderen Orte gleich oder zuvor zu thun. Ferner: man reiße nicht Paſtoren aus ge⸗ ſegneter Pfarrwirkſamkeit, um ſie an ſolche Inſtitute zu berufen. Drittens: fängt man einmal, ohne Andere zu fragen, bloß im Vertrauen auf Gott dergleichen an, ſo mache man nachher auch dieſen Andern kein Gewiſſen, wenn ſie ſich nicht in dem Maße betheiligen, als man erwartet hatte. Unſere Diſtricts⸗Synoden haben in dem verfloſſenen Zeitraume ihre Sitzungen regelmäßig abgehalten. Was verhandelt worden iſt, haben die Berichte mitgetheilt. So verſchieden dieſe Diſtricte nun auch an Zahl und Zuſammenſtellung der Gaben ſein mögen, in einer Hinſicht ſind ſie einander völlig gleich. Man komme in dem weiten Gebiete unſerer Synode, wohin man wolle, man wird überall dieſelbe aufrichtige Unterwerfung unter Gottes Wort, dieſelbe Liebe zu dem Bekenntniß unſerer Kirche, den⸗ ſelben Eifer für die Ausbreitung des Evangelii, dieſelbe Brüderlichkeit unter einander finden. Nirgends war das Geringſte von Sondergelüſten, eigenen Wegen oder gar Parteitreiben zu ſpüren. Auch nicht Ein Miß⸗ klang hat die herzliche Eintracht geſtört. Ich muß geſtehen, nie tritt mir die Einheit unſerer Synode ſo deutlich und ſo erhebend vor die Augen, als wenn ich, von Diſtrict zu Diſtrict eilend und in immer andere Kreiſe tre⸗ tend, immer — dieſelben Brüder wiederfinde. Gott ſei gelobt! — Bei dieſem Stande der Dinge ſollten wir es nicht für gefährlich halten, ſon⸗ dern getroſt befördern, wenn ſich in entlegeneren Gegenden auch eine etwas geringere Anzahl von Gemeinden zu Diſtricten zuſammenzuſchließen be⸗ gehrte. Vielleicht wäre auch eine Vorkehrung zu treffen, daß, wenn ſich