# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1884_S25 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) Vierten Delegatenſynode von Miſſouri, Ohio u. a. St. 1884. 25 York mehrmals vergönnt geweſen iſt. Wie hoch man dort auch außerhalb unſerer Kreiſe unſern Emigranten⸗Paſtor hält, geht unter anderem daraus hervor, daß die bekannte „Deutſche Geſellſchaft“ daſelbſt ihm einen wich⸗ tigen und ſehr vortheilhaften Poſten anbot und dann an das Allgemeine Präſidium unſerer Synode ein Schreiben mit der dringenden Bitte richtete, man möge doch der Berufung Herrn Paſtor Keyls in ihre Dienſte keine Hinderniſſe in den Weg legen. Durch ſeine Vorträge über die Emigranten⸗ Sache iſt in manchen Gemeinden ein erneuter Eifer geweckt worden. Man ſollte ihn alſo auffordern, möglichſt oft ſolche Rundreiſen anzuſtellen. Was das Verhältniß zu dem Emigrantenhauſe an der State Straße be⸗ trifft, ſo bin ich nach dem, was ich dort ſelbſt geſehen und gehört habe, völlig überzeugt, daß unſere Commiſſion nicht anders handeln konnte, als ſie gehandelt hat; aber auch, daß wir in irgend einer Weiſe ſelbſt eine Emigrantenheimath errichten ſollten, wenn der Strom der Einwanderung nicht etwa andere Ziele ſucht, und wenn es irgend möglich wird, die rechten Perſonen und die nöthigen Mittel zu erlangen. Den dahingehenden An⸗ trag der Commiſſion, ſowie den andern, welcher eine Gehaltserhöhung be⸗ trifft, erlaube ich mir alſo hiermit zu befürworten. — Auch in Baltimore unſeren Miſſionar bei ſeiner Arbeit zu begleiten, erlaubte mir leider bei meiner Anweſenheit die Zeit nicht. Aber der von dort aus erſtattete Be⸗ richt gibt hinreichend Zeugniß, daß auch dort die Einwanderer aufs beſte empfangen, verſorgt und weiter befördert worden ſind. — Werden wir denn nicht müde, durch unſere Gaben dieſen Ankömmlingen die mannig⸗ fachen Wohlthaten ferner zu ſichern, die ſie an beiden Orten bis jetzt reich⸗ lich empfangen haben! Die Negermiſſion gehört zwar nicht unſerer Synode allein, ſon⸗ dern der ganzen Synodalconferenz; da ich aber erfahre, daß die Unter⸗ ſtützung derſelben in wirklich bedenklicher Weiſe nachzulaſſen anfängt, ſo kann ich nicht unterlaſſen, hier wenigſtens ſo viel zu ſagen, daß nach mei⸗ nem beſten Wiſſen dieſes Werk das frühere Vertrauen auch jetzt noch in vollem Maße verdient. Der Wunſch, auch den Juden das Evangelium bringen zu dürfen, welchen die letzte Synode ausſprach, iſt unerwartet ſchnell erfüllt worden. Ein vorzulegender Bericht wird über Anfang und Fortgang der Juden⸗ miſſion in New York ſehr erfreuliche Einzelheiten mittheilen. Daß unſere Thätigkeit für Heidenmiſſion ſeit ſo langer Zeit völlig aufgehört hat, iſt gewiß uns allen leid. Wir haben ja nicht ganz unbedeutende Mittel dafür in unſern Händen, unſere Gemeinden ſind großen⸗ theils gerade für dieſen Zweck beſonders willig zu geben, und je länger je mehr wird der Wunſch laut, daß wir damit wieder einen Anfang machen möchten. Nun wäre es freilich thöricht, wenn wir, bloß um dieſem Drange zu genügen, irgendwo blind zufahren wollten. Aber wir ſollten doch auch deshalb, weil wir noch keine offenen Thüren ſehen, nicht etwa aufhören,