# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1884_S23 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) Vierten Delegatenſynode von Miſſouri, Ohio u. a. St. 1884. 23 des nicht unbedeutenden Ausfalls, den die Verhältniſſe mit ſich brachten, nicht nur keinen Rückſchritt, ſondern entſchiedene Fortſchritte gemacht, ſo daß ein Reingewinn von $141,000 erzielt werden konnte. Da nun auch das dritte engliſche Leſebuch bereits fertig und die Vollendung der ganzen Reihenfolge, ſowie hoffentlich auch der Bibliſchen Hiſtorien, nicht ferne iſt, ſo werden wir bald im Stande ſein, ſo ziemlich alles, was unſere Gemein⸗ den für Kirche, Schule und Haus bedürfen, in unſerer eigenen Officin her⸗ ſtellen zu können. — Ueber die vom Directorium geſtellten Anträge werden wir wohl am beſten gleich beim Verleſen des Berichts entſcheiden. Des⸗ gleichen über einen Antrag unſrer Brüder in Deutſchland. Er betrifft eine neue Regelung unſeres buchhändleriſchen Verkehrs und der Preiſe unſerer Publicationen. Der Bericht über unſere Allgemeine Kaſſe wird zwar wegen der großen Koſten unſers Seminars und der immer noch ſehr geringen Bei⸗ träge für die Allgemeine Baukaſſe allerdings keinen ſo erfreulichen Beſtand ergeben, wie der letztmalige, aber doch auch keine ſo erſchreckende Synodal⸗ ſchuld, als mancher von uns mag gefürchtet haben. Sie beläuft ſich, alles gerechnet, auf $19,000. Die Frage wird nun ſein, wie dies Deficit zu decken und dabei das für unſern Haushalt wirklich Nöthige am beſten auf⸗ zubringen ſei. Denn daß wir, nachdem wir für eine unſerer Anſtalten ein ſo ſtattlich Haus gebaut haben, die anderen nicht in peinlicher Noth ſtecken laſſen dürfen, wird ſich doch von ſelbſt verſtehen. Ebenſo klar wird aber auch ſein, daß wir nun im Ausgeben recht bedachtſam, im Einlegen aber recht fleißig werden müſſen. Nachdem unſere lieben Gemeinden eben erſt ſo bedeutende Summen zuſammengebracht haben, mag es ja faſt wie Un⸗ dank klingen, aber es muß doch geſagt ſein: Daß wir uns hie und da ein⸗ mal für neue und große Unternehmungen begeiſtern laſſen, das thut's noch nicht. Nein, wir müſſen uns gewöhnen, für Dinge, die gar kein groß Auf⸗ ſehen machen, aber deſto nöthiger ſind, jahraus, jahrein regelmäßig und reichlich zu geben. — Hinſichtlich der für die Kaſſenverwaltung von der letzten Synode feſtgeſetzten Ordnungen habe ich auf Vorſtellung des Herrn Kaſſirers und des Directorii unter Beirath mehrerer Geſchäftsleute ein⸗ gewilligt, es mit auf meine Verantwortung zu nehmen, daß der Beſchluß, wonach der Kaſſirer ſeine Zahlungen nur durch Checks zu machen hat, welche vom Präſidenten des Directorii gegengezeichnet ſind, als faſt unausführ⸗ bar und kaum zweckentſprechend bis auf die gegenwärtige Synode ſuspen⸗ dirt bleibe, die nun ſelbſt endgültig darüber zu beſchließen haben wird. Daß alle übrigen Anordnungen pünktlich eingehalten worden ſind, wird der Bericht der Reviſionscommittee wohl außer Zweifel ſtellen. Die Innere Miſſion iſt nach der Verſorgung bereits beſtehender Gemeinden ohne Zweifel das Werk, auf das wir vor allen andern ange⸗ wieſen ſind. Etwa 80 Reiſeprediger arbeiten daran. Und da wäre es allerdings ſehr wünſchenswerth, daß eine einheitliche Leitung dieſes Werkes