# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1884_S22 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 22 Verhandlungen der 19ten Allgemeinen oder Unſere Zeitſchriften haben ihr Werk in alter bewährter Weiſe gethan. Wir aber alle ſollten wahrlich mehr zur Verbreitung derſelben thun. Unſere engliſche Monatsſchrift ging ein, weil die erbetene und zum Theil zugeſagte Mitarbeit ausblieb. Ein anderes Blatt ſoll kaum etwas über die Koſten aufbringen. Nun iſt ja wahr: Hat ein Blatt aufgehört, ein Bedürfniß zu ſein, ſo ſollte man es fallen laſſen. Werden hinſichtlich der fortbeſtehenden Zeitſchriften Veränderungen vorgeſchlagen (wie denn einige Anträge der Art eingelaufen ſind und einer Committee werden unter⸗ breitet werden), ſo wird man ſich dieſe gern gefallen laſſen, falls es Ver⸗ beſſerungen ſind. Iſt das aber geſchehen, ſo ſollten nun auch nicht bloß die Paſtoren, ſondern alle Gemeindeglieder ſich wirklich mehr rechtſchaffene Mühe geben, unſere Blätter zu verbreiten. Neben den eigentlichen Organen unſerer Synode gibt es, wie bekannt, mehrere kirchliche Privatblätter. Hinſichtlich derſelben iſt hie und da der Wunſch laut geworden, dieſe alle möchten mit dem „Luthe⸗ raner“ verſchmolzen, dieſer ſelbſt aber verhältnißmäßig erweitert und etwa gar wöchentlich herausgegeben werden, ſo jedoch, daß jedesmal (oder doch abwechſelnd) je eine Spalte für den Oſten, Süden ꝛc. darin enthalten wäre, die von betreffenden Specialredacteuren zu verabfaſſen ſein würde. Ich möchte aber ſehr bitten, die Sache von allen Seiten zu erwägen, ehe man Hand anlegt. Die bekannten Localblätter haben für ihren Kreis ohne Zweifel Dienſte geleiſtet und leiſten ſie noch, welche der „Lutheraner“ nicht würde haben leiſten können. Und der Eintrag, den ſie etwa anfangs dem „Lutheraner“ thun, wird nach und nach gewiß ſchon dadurch aufgewogen, daß gerade ſie dem „Lutheraner“ je länger je mehr Eingang bei ihren Leſern verſchaffen werden. Alſo man ſtreiche immerhin die Privatquittun⸗ gen im „Lutheraner“ und vereinfache die andern, ſo viel ſich immer thun läßt; man mache den „Lutheraner“ (NB. durch Einſendungen) ſo popu⸗ lär und intereſſant, als man kann und als ſich mit ſeinem eigentlichen Zwecke verträgt. Aber ſonſt laſſe man unſer älteſtes Blatt in alter Weiſe und auch in altem Umfange fortbeſtehen. Für Leſer, wie wir ſie meiſtens haben, iſt Leſeſtoff genug darin. Bei den meiſten unſerer Gemeindeglieder müſſen wir ja froh ſein, wenn ſie nach vollbrachter Tagesarbeit, außer Bibel, Gebetbuch und Poſtille, noch ſo viel leſen, als ihnen im „Lutheraner“ geboten wird. Was eins jener Privatblätter, nämlich den „Lutheran Witness“ be⸗ trifft, ſo bin ich von den Eigenthümern beauftragt worden, es der Allge⸗ meinen Synode zum Eigenthum anzubieten, falls das Fortbeſtehen des⸗ ſelben noch nöthig und der Beſitz wünſchenswerth erſcheinen ſollte. Unſer Buchverlag, wie ſich aus den Berichten der Reviſionscom⸗ mittee, des Directorii und des Generalagenten ergeben wird, iſt mit Treue und Geſchick verwaltet worden. Von Schulden völlig frei und mit einem Eigenthum, deſſen Werth in die Hunderttauſende geht, hat derſelbe trotz