# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1884_S20 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 20 Verhandlungen der 19ten Allgemeinen oder letzter Synode gefaßten Beſchlüſſe ausgeführt worden ſind. Man macht von dort aus diesmal keine Anſprüche auf beſondere Geldbewilligungen. Verhältnißmäßig gering ſind auch dies Jahr die Anſprüche für unſer Gymnaſium in Fort Wayne. Man beantragt nur eine nicht koſt⸗ ſpielige Verbeſſerung der Waſchſäle, wünſcht den Bau einer Lehrerwoh⸗ nung, falls die Synode nicht vorziehen ſollte, dem Hauptgebäude einen neuen Flügel anzufügen, und ſchlägt die Fixirung eines beſtimmten Tages für Beginn und Schluß des Schuljahres ſeitens der Synode vor. Deſto größer und dringender ſind dafür die Anträge ſeitens des Seminars in Springfield. Unſer dortiges Eigenthum iſt durch das Decret der Circuit Court kürzlich zwar von der bewußten Mortgage, aber unbegreiflicherweiſe nicht zugleich von der Clauſel frei erklärt worden, welche den Beſitz von der Fortführung einer Lehranſtalt abhängig macht. Dies Letzte könnte jedoch nach Verſicherung Sachverſtändiger noch nach⸗ geholt und ohne Koſten für uns ſelbſt durchgeſetzt werden. Gelänge dies, ſo könnte geſchehen, wovon mitunter die Rede geweſen iſt, wir könnten unſer dortiges Beſitzthum veräußern und das Seminar verlegen. Wir ſollten aber zuvor wohl erwägen, daß die Wahl eines andern Platzes nicht eben leicht werden möchte, daß die Verlegung viel Unruhe und Störung verurſachen, die Errichtung neuer Gebäude jedenfalls mehr koſten würde, als den etwaigen Erlös für die alten, endlich und vor allem aber, daß die Hauptübelſtände, welche die Verlegung der Anſtalt hie und da haben als wünſchenswerth erſcheinen laſſen, wahrſcheinlich zum großen Theil werden beſeitigt werden können. Das alles ſollte wohl gegen etwaige Vortheile abgewogen werden, ehe wir einen entſcheidenden Entſchluß faſſen. Bleiben wir aber in Springfield, ſo muß durchaus etwas Rechtſchaffenes und zwar ſogleich geſchehen, damit unſere Zöglinge dort, ich ſage nicht etwa anſtän⸗ dig und behaglich leben, ſondern überhaupt nur bleiben können. Etwa 180 junge Leute haben dort in einem Raume zubringen müſſen, in dem kaum 100 hätten leben ſollen. Sie haben das ohne Murren gethan, und Gott hat die Anſtalt vor den Gefahren eines ſolchen Zuſammengedrängt⸗ ſeins in Gnaden bewahrt. Aber nun hieße es Gott verſuchen, wollten wir ſie denſelben noch ferner ausſetzen. Ohne alle Frage iſt hier die Noth am größten. Ich habe deshalb Herrn Dr. Dümling erſucht, nach Beſichti⸗ gung der Oertlichkeiten in Gemeinſchaft mit der Aufſichtsbehörde und dem Lehrercollegio einen Plan für Errichtung eines neuen und für etwaige Ab⸗ änderung des alten Gebäudes zu entwerfen und die Koſten ſo genau als möglich berechnen zu laſſen. Der Genannte hat ſich dieſer Mühe ſogleich unterzogen, auch Herr Paul, ein Baumeiſter von Fort Wayne, ſich bereit gefunden, an der Arbeit theilzunehmen. Den Plan und die Berechnung, welche wir dieſen beiden Brüdern verdanken und wonach die Geſammtkoſten $20,000 bis $22,000 ſein würden, lege ich hiermit der Ehrw. Synode vor. Außerdem beantragt die dortige Aufſichtsbehörde: die Ratification des auf⸗