# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1884_S19 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) Vierten Delegatenſynode von Miſſouri, Ohio u. a. St. 1884. 19 und da ſchon meinte, es gehe mit uns zu Ende, füllten ſich unſere Anſtal⸗ ten zum Ueberfließen. Das ſieht nun eben nicht darnach aus, als ob der Eifer unſerer Gemeinden für Gottes Reich ſchon ganz erloſchen und ihr gutes Zutrauen zu unſerer Synode verſchwunden ſei. Zeigen wir nun aber auch, daß wir dieſen Beweis der Treue unſeres Gottes zu würdigen verſtehen! Thun wir nämlich, was jetzt nöthig iſt, dieſen reichen Segen einzuheimſen! Und laſſen wir den Eifer nicht erkalten! Es iſt nicht ſowohl Geld; Leute ſind es, die wir nöthig haben. Das Geld hat ſich noch immer gefunden. Wer zwar hie und da etwas von ſeinem überflüſſigen Gold und Silber zu opfern bereit iſt, aber ſeinen Sohn für viel zu gut hält, als daß er ihn für ein armſeliges Predigt⸗ oder Schulamt hergeben könnte, deß Opfer iſt kein ſüßer Geruch vor Gott. Kommen wir nach Erwähnung dieſer beſonderen Ereigniſſe nun auf die Dinge, welche wir bei jeder Sitzung der Allgemeinen Synode zu be⸗ ſprechen haben, ſo iſt ja, was zunächſt unſere auswärtigen Bezie⸗ hungen betrifft, bekannt genug, daß der geſegnete Bund der Synodal⸗ Conferenz durch Gottes Gnade keineswegs zu Trümmern gegangen iſt. Hat ſich auch eine Synode in beklagenswerther Weiſe davon losgeriſſen und eine andere, mit der wir von je in einer beſonders herzlichen Verbin⸗ dung ſtanden, zu unſerem Leidweſen für rathſam gehalten, ſich zurückzuzie⸗ hen, wiewohl auf friedliche und freundliche Weiſe, ſo iſt dafür eine neue Synode, aus den treugebliebenen Gliedern der erſtern gebildet, an den Platz getreten und ihre Aufnahme in die Synodal⸗Conferenz wird ohne Zweifel die freudige Zuſtimmung dieſer Verſammlung finden. Dazu iſt das brü⸗ derliche Verhältniß mit den übrigen Gliedern der Synodal⸗Conferenz durch gemeinſames Streiten und Leiden, ob Gott will, nur um ſo inniger und feſter geworden. Auch mit den Brüdern in Deutſchland und Auſtralien ſtehen wir in dem alten guten Verhältniß. Mit Erſtgenannten beſteht ein ununterbrochener Verkehr, während ſeitens der Letzterwähnten nach Einlauf des freundlichen Dankſchreibens für die Zuſendung eines unſerer Candi⸗ daten mir wenigſtens keine weiteren Mittheilungen zugegangen ſind. Unſer Correſpondent mit dem Auslande wird aber wahrſcheinlich mehr Auskunft zu geben im Stande ſein. Was nun unſere eignen innern Angelegenheiten betrifft, ſo werden, beſonders diesmal, es gewiß zunächſt unſere Lehranſtalten ſein, deren Bedürfniſſe in Betracht zu ziehen ſind. Die Berichte der vier Aufſichts⸗ behörden werden der Synode bezeugen, daß überall von den Lehrern mit Treue und in Segen gearbeitet wird und daß der herrſchende Sinn unſrer Zöglinge ein chriſtlicher iſt. Aber es ſind auch nicht unbedeutende Be⸗ willigungen, welche zwei derſelben zu beantragen haben. Das Seminar in St. Louis betreffend, ſo wird der Bericht der Baucommiſſion und der Aufſichtsbehörde ergeben, ob und wiefern die von 2