# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1884_S17 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) Vierten Delegatenſynode von Miſſouri, Ohio u. a. St. 1884. 17 uns gemacht hat. Des Allen werde nun nicht mehr gedacht um der großen Dinge willen, die Gott an uns gethan hat. Wie ein Weib, deren Stunde überſtanden iſt, nicht mehr an die Angſt denkt um der Freude willen. — Mit dieſer Freude im Herzen wollen wir uns vielmehr getroſt nach vorne ſtrecken, wollen fröhlich in Hoffnung ſein. Wir wollen dem, der uns bis⸗ her erhalten hat, zutrauen, daß ſeine Treu und Gnade uns feſtbehalten werde bis ans Ende, ja, wollen uns ſchon im voraus des Großen freuen, was er gewißlich noch ferner an uns thun wird. — Endlich ſollen wir nun aber auch mit der That beweiſen, daß dieſe Freude uns nicht etwa faul und unfruchtbar in guten Werken bleiben läßt, ſondern daß ſie uns willig, eif⸗ rig und mächtig macht zu allem, was dem HErrn gefällt. Nutzen wir alſo die Zeit des Friedens nach dem Vorbilde der apoſtoliſchen Kirche wohl aus! Bauen wir uns wie ſie, wandeln wir in der Furcht Gottes, und am Troſt des Heiligen Geiſtes wird es nicht fehlen. Wie bei den Brandopfern Alten Teſtaments die emporwallenden Wol⸗ ken des Weihrauchs Alles, was dabei unſchön und widrig für die Sinne geweſen wäre, umgaben, einhüllten und verdeckten, ſo müſſe auch bei uns die Freude im HErrn und das Lob des großen Gottes und unſers Heilan⸗ des alles einhüllen, niederhalten, dämpfen und verſchlingen, was an uns noch von unten iſt; dagegen aber heben, tragen und ſtärken, was in uns nach oben ſtrebt. Dann wird unſer Freuden⸗ und Dankesopfer ein ſüßer Geruch vor dem HErrn ſein, er wird mit ſeiner Gnade bei uns bleiben und wir können Tag für Tag von Neuem ſingen: Der HErr hat Großes an uns gethan, Deß ſind wir fröhlich. Amen. Präſidial⸗Bericht. Unter den beſonderen Ereigniſſen, für welche wir Gottes Güte zu prei⸗ ſen haben, wenn wir auf die verfloſſenen drei Jahre zurückſehen, werden wohl folgende vier die vornehmſten ſein: Das erſte: Der Ausgang unſeres Lehrſtreits. — Es hat ſich gezeigt, daß das entſchiedene Bekenntniß unſerer letzten Delegatenſynode keineswegs verfrüht war. Die Sache war ſpruchreif und der Spruch war der rechte. Er fand deshalb auch alſobald die Zuſtimmung unſerer Ge⸗ meinden, verhalf Manchem zur Klarheit, befeſtigte dieſe und jene Ange⸗ fochtenen und veranlaßte die, welche ſich innerlich von uns bereits völlig getrennt hatten, bald zu thun, was ihnen allein noch übrig blieb. Auch der Segen, welchen wir von dieſer Anfechtung zu hoffen wagten, iſt nicht