# Lehre und Wehre_St. Louis Missouri_Januar 1857_S14 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 14 Ueber die Wirkung der Sacramente. „16, 16., Apostelgesch. 8, 36. und 37., als inbegriffenermaßen: Apostelgesch. 2, 38., 22, 16., Tit. 3, 5., 1 Cor. 11, 29. Demnach nützen also die Sacramente nicht ex opere operato; „2. damit, daß die Schrift überall die Rechtfertigung dem Glauben zuschreibt, welcher von unserer Seite erfordert wird, die in Wort und Sacrament dargebotenen Wohlthaten hinzunehmen, Hab. 2, 4., Röm. 1, 17., 4, 3. und 10., 10, 10., Ebr. 10, 38. Also nützen die Sacramente nicht zur Gerechtigkeit und Seligkeit ohne den Glauben; „3. damit, daß Abraham, ehe er die Beschneidung empfing, gerecht war durch den Glauben, die Beschneidung aber war ihm ein Siegel der Gerechtigkeit des Glaubens, Röm. 4, 11. Demnach nützen also die Sacramente nicht ex opere operato ohne den Glauben; sondern sie dienen, den Glauben zu erwecken, zu befestigen und zu besiegeln; „4. aus der apostolischen Erklärung, wie die Taufe das Bad der Wiedergeburt und Seligkeit sei. Eph. 5, 26. sagt der Apostel: Christus reinigt die Gemeine durch das Wasserbad im Wort. Also reinigt uns die Taufe von Sünden, weil sie das Wort der Verheißung angehängt hat, in welchem der Glaube sucht, ergreift und hinnimmt die Gnade des Vaters, das Verdienst des Sohnes und die Kraft des heil. Geistes. Tit. 3, 5. wird die Taufe das Bad der Wiedergeburt und Erneuerung genannt, aber es wird sogleich hinzugefügt: „„des heil. Geistes,““ wie auch Joh. 3, 5. Geist und Wasser verbunden wird. Obendarein fügt der Apostel zur Erklärung der Art und Weise der Wiedergeburt und Erneuerung hinzu: „„durch Jesum Christum unsern Heiland, auf daß wir durch desselben Gnade gerecht und Erben seien des ewigen Lebens.““ So sagt Petrus 1 Ep. 3, 21., daß die Taufe uns selig mache und der Bund eines guten Gewissens mit Gott sei, aber er fügt hinzu: „„durch die Auferstehung Jesu Christi.““ Dies alles zeigt, daß die Sacramente nicht nütze sind ex opere operato oder aus Kraft der Handlung der Sacramente ohne den Glauben des Empfängers; sondern weil sie das in gewisse von Gott eingesetzte Ceremonien gekleidete Wort der Verheißung enthalten, in welchem der Glaube die Gnade Gottes und die Vergebung der Sünden sucht und ergreift, daher und deshalb sagt man, daß sie die Gnade mittheilen; — „5. aus dem gegenseitigen Verhältniß von Verheißung und Glauben. Verheißung und Glauben beziehen sich wechselsweise auf einander. In den Sacramenten ist die Verheißung enthalten. Also wird auch der Glaube erfordert, der sich die Verheißung aneignet, ohne welchen Glauben das Sacrament nichts nützt; „6. aus der Vergleichung. Zur Theilhaftigwerdung irgend einer Gabe werden die 4 Stücke erfordert: eine Person, die darreicht, und ein Mittel der Darreichung; eine Person, die empfängt, und ein Mittel der Hinnahme. Nun geschieht im heilsamen Gebrauch der Sacramente eine Theilhaftigwerdung himmlischer Gaben, nämlich der Gnade Gottes, der Vergebung