# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1878_S51 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) — 51 — Antrag auf Wiedererwägung wurde, nachdem denen, welche ſich zuvor um's Wort gemeldet hatten, dasſelbe gewährt worden war, abgelehnt, und die Synode erklärte ſich zur Abſtimmung bereit. Hierauf wurde folgender Beſchluß gefaßt: In Anbetracht deſſen, daß Herr Prof. Dr. Walther ſelbſt das dringende Begehren an die Synode geſtellt hat, daß ihm eins ſeiner beiden ſchweren und verantwortungsvollen Aemter abgenommen werden möge, und in Anbetracht, daß das Amt eines Profeſſors am theologiſchen Seminar das bei weitem wichtigere iſt, ſei beſchloſſen (wenn gleich mit ſchwerem Herzen), daß Herrn Profeſſor Dr. Walther das Allgemeine Präſidium, welches er ſeit vielen Jahren mit ſo großer Treue und in ſo reichem Segen unermüdlich ver⸗ waltet hat, gänzlich abgenommen werde, weil ihm nur auf dieſem Wege eine Erleichterung ſeiner ihn faſt erdrückenden Arbeitslaſt verſchafft werden kann. Es wurde hierauf, nachdem der Allgemeine Präſes den Vorſitz wieder eingenommen hatte, der Antrag geſtellt, daß Herr Prof. Dr. Walther, als erſter Profeſſor an unſerem theologiſchen Seminar, verpflichtet ſein ſolle, in dem Zeitraum von drei Jahren jeder Diſtrictsſynode wenigſtens einmal bei⸗ zuwohnen. Obwohl dieſer Antrag eine lebhafte Unterſtützung fand, ſo ſcheiterte ſeine Erhebung zum Beſchluſſe doch an der entſchiedenen Ablehnung Herrn Prof. Dr. Walthers. Nachdem derſelbe dieſe ſeine Erklärung begrün⸗ det hatte, ſtand die Synode zwar auch hievon ab, konnte aber nicht unter⸗ laſſen, wenigſtens den Wunſch und die Hoffnung auszuſprechen, den theuren Mann ſo oft als möglich auf ihren Diſtrictsverſammlungen ſehen und ſeiner Gaben genießen zu dürfen. Beſchloſſen, daß Herr Profeſſor Dr. Walther auf das freundlichſte, aber zugleich auch dringendſte, erſucht werde, zu ſeiner Erholung eine Reiſe nach Deutſchland und der Schweiz zu machen. Proſeminar in Steeden. Da durch Gottes Güte unſere Synode in dem Maße erſtarkt iſt, daß die für den Dienſt unſerer Kirche nothwendige Anzahl begabter Jünglinge von unſeren eigenen Gemeinden geſtellt werden kann, während die Dinge in Deutſchland ſich ſo geſtaltet haben, daß Jünglinge, wie wir ſie brauchen, nur noch ſelten drüben zu gewinnen ſind: Beſchloſſen, daß das Proſeminar zu Steeden, ſoweit unſere Synode, als ſolche, dabei in Betracht kommt, für aufgehoben erklärt werde. Da mit dem Pfarrhauſe des Herrn Paſtor Brunn ein kleines Gebäude verbunden iſt, welches ſeiner Zeit zur Vorbereitungsanſtalt junger Leute diente und Eigenthum der Synode iſt: Beſchloſſen, daß dies Gebäude Herrn Paſtor Brunn als ein Zeichen unſerer Dankbarkeit für ſeine treue Arbeit an dem Werke unſerer amerikaniſch⸗ lutheriſchen Kirche geſchenkt werde.