# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1878_S44 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) — 44 — Auch den Gliedern des Directoriums gebührt unſer Dank, denn unter ihrer umſichtigen und uneigennützigen Leitung iſt uns ſolcher Segen aus Gottes Hand zu Theil geworden. Nicht minder hat ſich unſer bisheriger Generalagent treu bewährt, ſo daß die Synode Angeſichts ſeiner geſchickten und treuen Geſchäftsverwaltung ſich nicht dazu verſtehen konnte, die in einer an die Synode gerichteten Ein⸗ gabe geſtellte Forderung zu berückſichtigen, den Gehalt des Agenten (der jähr⸗ lich $1500 beträgt) zu reduciren. Die Synode erklärte, daß ſie eine Feindin irgend welcher Verſchwendung des von Gott verliehenen Segens ſei, aber ſehr ungerecht handeln würde, wenn ſie einen Mann von erprobter Tüchtigkeit und Ehrlichkeit in einer ſolchen verantwortlichen Stellung, wie die des Generalagenten ſei, nicht einigermaßen nach Verdienſt lohnen wollte, zumal wenn man bedenkt, welch' großer Gehalt ſolchen Männern in andern der⸗ gleichen Geſchäften geboten wird. Ein herzlicher Dank gebührt auch unſerem bisherigen Kaſſirer, der ſei⸗ nem Amte mit der größten Pflichttreue bis zu dem heutigen Tage unent⸗ geltlich vorgeſtanden, ſich aber genöthigt geſehen hat, wegen Ueberladung mit eigenen Geſchäften ſein Kaſſireramt in die Hände der Synode zurückzulegen. Es entſtand nun die Frage: Woher nehmen wir wieder einen ſolchen Kaſſirer, der dieſes Amt unentgeltlich verwaltet, da die Uebernahme desſelben bei den gegenwärtig großen Summen, welche im Laufe eines Jahres einzu⸗ nehmen, zu buchen und zu verausgaben ſind, einen bedeutenden Aufwand von Zeit verlangt, welche ein für dieſes Amt fähiger Mann, der ein eigenes Geſchäft beſitzt, kaum mehr erübrigen kann, ganz abgeſehen von der ſchweren Sorge und Verantwortung, die dieſes Amt in reichem Maße mit ſich bringt? Darauf wurde einerſeits geantwortet: Unſere Diſtrictskaſſirer ſind auch unbeſoldet, und wir haben noch keine Mühe gehabt, Leute zu finden, die aus Liebe zur Synode ſich dieſem Amte unterzogen haben. Bei genauerer Nach⸗ frage möchte man wohl noch Männer finden, die ſich zum Amte eines Allge⸗ meinen Kaſſirers eigneten und auch bereit wären, dasſelbe unentgeltlich zu verwalten, zumal der Allgemeine Kaſſirer auch nicht viel mehr Arbeit hat, als ein Diſtrictskaſſirer. Der Unterſchied iſt nur der, daß Letzterer mit kleinen, Erſterer aber mit großen Summen zu rechnen hat. Die Noth, welche in früheren Zeiten die Allgemeinen Kaſſirer hatten, da ſie bei einem ſtändigen Deficit in der Kaſſe fällige Gelder durch Vorſchüſſe beſchaffen ſollten, iſt ja nun auch beſeitigt. Auch iſt durch die Einrichtung, nach welcher jeder Diſtrict ſeinen eigenen Kaſſirer hat, das Amt des Allgemeinen Kaſſirers kein ſo gar ſchweres. Stelle man Letzteren mit Gehalt an, ſo könnte das leichtlich zur Folge haben, daß er die Verbuchung auch aller kleineren Summen zu übernehmen ſich genöthigt ſähe; bei der großen Ausdehnung unſerer Synode aber möchte es doch nicht erſprießlich ſein, wenn ſämmtliche Gemeinden auf den Allgemeinen Kaſſirer angewieſen wären. Man möge daher den Ge⸗ danken aufgeben, einen zu beſoldenden Kaſſirer anzuſtellen.