# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1878_S43 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) — 43 — Beſchloſſen, daß das Directorium ſeine jährliche Generalverſamm⸗ lung, der auch die beiden auswärtigen Glieder des Directoriums beiwohnen ſollen, immer vor Beginn der Synodalſitzungen halte. In dieſer General⸗ verſammlung hat auch die Rechnungsablage ſtattzufinden. Beſchloſſen, daß § 2 der „Beſtimmungen in Betreff der Zuſammen⸗ ſetzung ꝛc. des Directoriums“ (ſ. Synod.⸗Handb. S. 68) einer Reviſion unterzogen werde. Dem Wortlaut dieſes Paragraphen nach ſcheint das Directorium gehalten zu ſein, eines ſeiner Glieder mit einer beſonderen Buch⸗ führung beauftragen zu müſſen, während doch die vom Directorium über⸗ wachte Buchführung des Agenten der Sache vollkommen Genüge thut. Beſchloſſen, daß die Worte (§ 2) „und über alle betreffenden An⸗ ſchaffungen, gelieferten Arbeiten, Ausgabe und Einnahme ꝛc. genau Buch und Rechnung zu führen“, geſtrichen werden, ſo daß der Wortlaut von § 2 nunmehr dieſer ſei: „Die Pflichten des Directoriums ſind im Allgemeinen: Im Namen der Synode, allein zu deren Nutzen und ihr in Allem verantwortlich und haftbar, die Synodal⸗Setzerei, ⸗Druckerei und ⸗Binderei, mit Allem, was dazu gehört, zu verwalten, ſowie die Generalagentur zu überwachen. Selbſtverſtändlich“ u. ſ. w. Betreffs des Buchgeſchäftes konnte von einem erfreulichen Wachsthum desſelben berichtet werden. In den letzten 3½ Jahren waren für verkaufte Bücher, Zeitſchriften und dergleichen $118,509.81 eingegangen, wovon die bedeutende Summe von $83,893.61 in die Synodalkaſſe floß. Es liegt hierin eine Aufforderung zu innigem Danke gegen Gott, den HErrn, für dieſen ſeinen ſichtbaren Segen. Die Folge davon iſt, daß die Synode nicht nur von ihrer großen Schuldenlaſt, unter welcher ſie bisher geſeufzt hat, frei geworden, ſondern auch eines Ueberſchuſſes in der Synodalkaſſe ſich er⸗ freuen kann. Nächſt Gott haben wir dieſen irdiſchen Segen vor Allem unſeren theueren Profeſſoren zu St. Louis als Redacteuren unſerer kirchlichen Zeitſchriften und Bearbeitern der mannigfachſten Publicationen unſerer Synode, die alle guten Abſatz fanden, zu danken. Ihr reger Fleiß und unermüdlicher Eifer, womit ſie ja freilich allein Gottes Ehre und das Heil unſterblicher Seelen ſuchten, kam der Synode auch irdiſcher Weiſe im reichen Maße zu Statten. Während ſonſt Verleger von Büchern ſolchen Männern, deren Schriften großen Abſatz finden, das Verlagsrecht theuer bezahlen müſſen, und daher oft der größte Theil des Gewinnes in die Taſchen der Schreiber fällt, haben unſere lieben Profeſſoren für den reichen Schatz ihrer gelieferten Arbeiten, die theilweiſe mit einer Mühe und einem Fleiße, wovon Mancher nicht einmal eine Ahnung hat, hergeſtellt werden mußten, niemals auch nur die geringſte Bezahlung von der Synode gefordert oder angenommen, ſondern ließen ihr in der uneigennützigſten Weiſe den Gewinn ungeſchmälert zufließen.