# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1872_S105 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) — 105 — Die Committee für Druckſachen ſoll daran erinnert werden, daß ſonder⸗ lich vom Verkauf der Synodalberichte kein Gewinn gezogen werden ſoll, da⸗ mit ſie ſo billig, als möglich, verkauft werden können. Die Herren Paſtoren Brunn, Harms und Ruhland und das Miſſions⸗Inſtitut in Leipzig ſollen die Berichte durch den Agenten frei erhalten. Gegenerklärung gegen die päbſtliche Infallibilitäts⸗Erklärung. Von einem Gliede des nördlichen Diſtricts war ein Antrag eingegangen, dahin lautend, eine feierliche Gegenerklärung gegen die antichriſtiſche Infalli⸗ bilitäts⸗Erklärung zu veröffentlichen. Die mit der Begutachtung dieſes An⸗ trags beauftragte Committee reichte ihren Bericht ein, welcher von der Synode angenommen und zum Druck beordert wurde: „Die Committee erlaubt ſich ihre Meinung dahin auszuſprechen: daß, da unſere Synode mit Herz und Mund nach Schrift und Symbolen bekennt, daß der Pabſt der rechte Anti⸗ chriſt ſei, und da ſie mit dieſem Bekenntniß gegen alle Läſterungen, welche der Teufel durch dies ſein Werkzeug hervorgebracht hat und noch hervorbringen mag, bereits im Voraus proteſtirt hat, es weder nöthig noch angemeſſen er⸗ ſcheine, wider dieſen letzten päbſtlichen Greuel noch eine beſondere Erklärung abzugeben.“ Anhang zu unſerem Geſangbuche. Aus dem öſtlichen Diſtrict war ein Antrag gemacht, unſerem Geſang⸗ buche anhangsweiſe noch einige der gebräuchlichſten in faſt allen Geſang⸗ büchern vorkommenden, in dem unſern aber bis jetzt fehlenden Kirchenlieder einzuverleiben. Die Vorcommittee berichtete darüber und die Synode nahm den Bericht an: „In Betreff einer Eingabe des öſtlichen Diſtricts: ob es nicht angemeſſen wäre, einen Anhang an unſer Geſangbuch zu machen, glaubt dieſe Committee mit Ausnahme eines Gliedes derſelben, daß die Synode es wohl kaum räth⸗ lich finden dürfte: 1) weil es kein gemeinſames, ſondern nur ein ſpecielles Be⸗ dürfniß etlicher weniger Gemeinden iſt; 2) weil, wenn man etlichen wenigen Gemeinden hierin willfahren wollte, andern Gemeinden, die ähnliche Bedürf⸗ niſſe hätten, ein Aergerniß gegeben würde; 3) weil die in unſerm Geſangbuch enthaltene Liederzahl vorderhand eine genügende zu ſein ſcheine; es ſei nicht ſowohl das Zuwenig, worüber man klage, ſondern man wünſche andere Lieder, während doch die unſeren auch lauter Kernlieder ſeien.“ Veränderung zweier Liederſtrophen in unſerm Geſangbuche. Schon bei der letzten allgemeinen Synode war eine Veränderung zweier anſtößig erſcheinenden Strophen, nämlich in Nr. 363, 4: „Denn JEſus iſt mein Schatz und Krone, der mir den Himmel gibt zum Lohne“, und 391, 4: „Wenn ich durch Gerechtigkeit finde meine Seligkeit“, von Seiten eines ungenannten Synodalgliedes begehrt worden. Die Synode fand damals nicht Zeit, den