# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1872_S97 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) — 97 — nicht weniger, als zwei, und nicht mehr, als höchſtens ſieben Gemeinden hier⸗ in zuſammengehen ſollten. 2. Wahlmodus. Die Wahl eines ſolchen Deputirten und Predigers ſoll in der Weiſe geſchehen, daß dieſelben auf den jeweiligen, der Delegaten⸗ Synode zunächſt vorhergehenden Diſtricts⸗Synoden durch die hiezu geſandten Gemeindedeputirten und ſtimmberechtigten Paſtoren für den betreffenden Kreis von Gemeinden, die zuſammengehen wollen, ernannt werden. Sollte eine Gemeinde keinen Deputirten geſandt haben und deshalb entſchuldigt worden ſein, ſo ſteht es ihr in dieſem Falle frei, Jemand ſchriftlich zu beauftragen, welcher den Deputirten für die Delegaten⸗Synode miterwählen ſoll. 3. Alle Profeſſoren der Synode, ſowie der Allgemeine und die Diſtricts⸗ Präſides ſollen gehalten ſein, der Delegaten⸗Synode beizuwohnen. B. In Bezug auf berathende Glieder der Synode: 1. Auch dieſe ſollen in ihrer Ordnung an der Delegaten⸗Synode ſich be⸗ theiligen. Es ſollen nemlich immer Einer aus je ſieben berathenden Paſtoren und Einer aus je ſieben Schullehrern als berathende Glieder für dieſelbe er⸗ wählt werden. 2. Die Wahl derſelben ſoll bei Gelegenheit der Diſtricts⸗Synode, die der Delegaten⸗Synode zunächſt vorausgeht, geſchehen und zwar ſollen die berathenden Prediger und Lehrer das Recht haben, auf der Synode ihre Vertreter ſelbſt aus ihrer Mitte zu erwählen. Das Concordia⸗Seminar zu St. Louis. Die Vorcommittee berichtete in Betreff des von der Aufſichtsbehörde des Concordia⸗Seminars eingereichten Berichtes, wie folgt: Die Aufſichtsbehörde des hieſigen Concordia⸗Seminars hatte ihren Bericht eingeſandt, aus welchem hervorgeht, 1. daß ſie einen zweiten Stock auf das Druckerei⸗Gebäude geſetzt habe, um Raum für einen Schlafſaal der Studenten zu machen; 2. auf die beiden Flügel des Concordia⸗Seminar⸗Gebäudes hätten ſie ein neues Stockwerk geſetzt; 3. einen Brunnen gegraben, der endlich das langentbehrte und doch ſo unentbehrliche gute Waſſer für die Anſtalt in genügender Menge liefert; 4. eine Lot gekauft, auf welcher zum Theil die Wohnung für Herrn Profeſſor Walther gebaut worden war. Dies alles wird von der Committee, als durch die Menge der Studenten und durch das Wohl der Anſtalt dringend gefordert, gutgeheißen. Auch die ganze Synode gab dem Geſchehenen ihre Zuſtimmung. Die Aufſichtsbehörde gibt der Synode zu bedenken, ob es nicht räthlich ſei, an Stelle des Dr. Preuß einen andern Profeſſor anzuſtellen, da die lieben Profeſſoren ſchon jetzt mit Arbeiten überhäuft ſind und man einer Vermeh⸗ rung derſelben mit jedem Semeſter entgegenſehen muß. Die Vorcommittee 7