# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1872_S94 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) — 94 — berechtigte Glieder haben: im weſtlichen Diſtrict 100, im nördlichen Diſtriet 66, im mittleren Diſtrict 58, im öſtlichen Diſtrict 46, im Ganzen 270 Glie⸗ der; wornach wir 28 Delegaten, nemlich 14 Prediger und 14 Gemeinde⸗ Deputirte zu ſenden hätten. Hievon ſollen vom weſtlichen Diſtrict 5 Prediger und 5 Laien⸗Deputirte, vom nördlichen Diſtrict 4 Prediger und 4 Laien⸗ Deputirte, vom mittleren Diſtrict 3 Prediger und 3 Laien⸗Deputirte, vom öſtlichen Diſtrict 2 Prediger und 2 Laien⸗Deputirte erwählt werden. Die Minneſota⸗Synode betreffend. Der Ehrw. Präſes der Minneſota⸗Synode, Herr Paſtor Sieker, drückte den Wunſch aus, unſere Allgemeine Synode möchte eine Erklärung abgeben, ob die Minneſota⸗Synode von ſelbiger auch als ein Glied der Synodalconfe⸗ renz würde anerkannt werden. Auf Erſuchen gab Herr Präſes Sieker eine geſchichtliche Nachricht über das Entſtehen der Minneſota⸗Synode. Dieſelbe gehörte von ihrer Gründung an zur alten Generalſynode. Der eigentliche Gründer war der alte Miſſionar Heyer. Die Glieder der Synode erkannten aber bald, daß dieſe Verbindung keine heilſame für ſie ſei. Als das General Council gegründet wurde, ſchloß ſich Minneſota dieſem kirchlichen Körper an und glaubte damit einen ſehr heilſamen Schritt gethan zu haben. Bald hat ſie aber Erfahrungen machen müſſen, welche ſie auch dieſen Schritt bereuen ließen. Dankbar erkennt die Minneſota⸗Synode den Dienſt der Liebe an, daß Brüder der Miſſouri⸗ und Wisconſin⸗Synpde ihr zu dieſer Erkenntniß verhalfen. Eine Zeit lang führte die Minneſota⸗Synode den Kampf gegen das unluthe⸗ riſche Weſen innerhalb des Council; als es aber klar wurde, daß ſolcher Kampf vergeblich ſei, trat ſie aus. Nun will ſie aber nicht allein bleiben. Im verfloſſenen Jahre hat die Ehrw. Wisconſin⸗Synode ihr die Bruderhand gereicht und ſie als rechtgläubige Schweſterſynode anerkannt. Auf gleiche Weiſe wünſcht ſie nun von der Miſſouri⸗Synode anerkannt zu ſein. Auf den Rath unſeres Allgemeinen Präſes hat ſie die letztjährige freie Synodal⸗ conferenz mitbeſchickt, um die thatſächliche Erklärung abzugeben, an der Conferenz mit theilnehmen zu wollen. Von dem Bekenntnißſtand ſeiner Synode will Herr Präſes Sieker nicht ſelbſt Zeugniß ablegen, ſondern glaubt, daß dieſes am beſten geſchehen könne von denjenigen Gliedern unſerer Synode, welche in Minneſota wohnen. Einige unſerer Synodalen aus jenem Staate gaben auch Bericht, daß auf zwei zwiſchen Gliedern des Miniſteriums beider Synoden abgehaltenen Conferenzen ſich völlige Lehreinigkeit in den gerade beſprochenen Punkten herausgeſtellt habe, daß aber eben noch nicht über alle Lehrpunkte gehandelt worden ſei. Auf Anfrage nach dem in der Synodal⸗ conſtitution enthaltenen Bekenntniſſe wurde von Herrn Präſes Sieker erklärt, daß ſeine Synode ſich bekenne zu Gottes geoffenbartem Wort Alten und Neuen Teſtaments und zu den Bekenntnißſchriften der evang.⸗luth. Kirche, welche namentlich angeführt würden. Dieſelben ſeien auch in dem Sinne angenommen, „weil" ſie mit Gottes Wort übereinſtimmen. — Schließlich