# Lehre und Wehre_St. Louis Missouri_Dezember 1856_S381 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) Vermischte kirchliche Nachrichten. 381 vielen derselben heißt es: „Nicht nur wirken sie wenig, sondern sie sind oft noch ein großes Hinderniß.“ Merkwürdig ist, daß fast alle die Secten jetzt also klagen, die sich früher von größeren Körperschaften alsbald trennten und sogleich eine neue Secte stifteten, als es ihnen in ihren Muttergemeinschaften nicht lebendig genug war. Religionsfreiheit in Frankreich. Louis Napoleon hat alle Präfecten bestimmt angewiesen, allen Protestanten in ihren Districten die freie und ungestörte Ausübung ihrer Religion zu gestatten, und dabei erklärt, er wünsche nie wieder von Verfolgungen der Protestanten oder auch nur von Störungen ihres Gottesdienstes zu hören. Die Methodisten in Deutschland. Folgendes theilt der „Apologete“ mit: „Die erste Conferenz der Prediger der bisch. Methodisten⸗Kirche in Deutschland versammelte sich Mittwoch am 10. Sept. 1856 in Bremen. Die Statistiks wurden eingehändigt und lauten: Bezirke und Stationen: Volle Glieder: Probe⸗Glieder: Seßhafte Prediger: Sonntags⸗Schüler: Bremen, Station . . . . . . 58 6 — 475 „ Bezirk . . . . . . . 57 33 1 155 Brake . . . . . . . . . . . . 13 1 1 60 Bremerhaven . . . . . . . . 21 12 — 118 Hamburg . . . . . . . . . . 5 2 1 60 Sachsen, Bezirk . . . . . . 99 55 2 30 Frankfurt . . . . . . . . . . 172 — 2 210 Zusammen . . . . . . . . . 428 109 7 1108 Der Ambrosianische Lobgesang. Das Consistorium von Westphalen hat die Einübung dieses Gesanges in den Schulen und den öftern Gebrauch in den Kirchen namentlich an den hohen Festen empfohlen. Bindung an die vorgeschriebene Liturgie. Das Consistorium der Provinz Brandenburg hat auf Veranlassung des Ober⸗Kirchenraths ein Circular erlassen, worin jede auch die geringste Veränderung in Gottesdienstordnung und Spendung des Sacraments verboten wird. Seeland. Eine Versammlung von etwa 100 Seeländischen Predigern (Dänemark) hat die Abschaffung der Zwangstaufe und des religiösen Schulbuchs von Bischof Balle beantragt. Allgemeine Conferenz. Herr Dr. Kurtz ist nach der Nummer des „Luth. Observer“ vom 7. Nov. ganz entzückt, daß die Allgemeine Conferenz, wie er meint, so geringe Resultate zu Tage gefördert hat. Der gute Mann bekundet damit nur, daß er die Wahrheit nicht achtet und ihre allein treibende und bleibende Kraft nicht kennt. Der „Luth. Standard“ entgegnet dem „Observer“ u. A. Folgendes: „Um jedoch seinen sichtlichen Schmerz zu vermehren, zu dem Ende, daß er seine eigene schiefe, grundsatzlose und feindliche Stellung einsehen lerne, wollen wir ihm noch versichern, daß die Conferenz alles und mehr in ihren Ergebnissen war, als ihre besten Freunde erwartet hatten; wie verhärtet er auch ist, wäre er zugegen gewesen, er hätte kaum umhin gekonnt, selber Nutzen davon zu haben. — Wir gehören nicht zu denen, die verachten, Geringes zu thun. Diejenigen, welche Zeugen unseres Bekenntnisses zu Augsburg waren, waren an Zahl geringer und hatten grimmigerem Widerstande zu begegnen, als wir. Die apostolische Kirche mit allen ihren Gliedern war einst kaum größer, als unsere Conferenz; diese Kirche hat sich ausgebreitet, bis ihre Gliederzahl nunmehr nach Hunderttausenden und Millionen gezählt wird; auch wir, auf demselben Glauben wie die Apostel, sind gewiß, daß, mit Gott, wir nur einen Anfang gemacht haben, der immer zunehmen wird an Segen für die Kirche, jetzt und durch alle folgende Geschlechter. Wollte Gott, daß der Herausgeber des Observer's und alle, die gleich ihm sich bemühen, der lutherischen Kirche Schmach anzuthun, anfingen, die Thorheit ihres Beginnens einzusehen, zu einer rechten Erkenntniß des Einen Glaubens zu kommen und sich gewinnen zu lassen, ihre