# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1872_S46 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) — 46 — die Einigkeit im Geiſte bewahren durch das Band des Friedens, keine von ihrem heiligen Amte ſie abziehenden weltlichen Nebengeſchäfte treiben, keinen leichtfertigen, ſelbſtſüchtigen Amtswechſel vornehmen, und durch ihren Wan⸗ del dem heiligen Evangelio bei ihrer Gemeinde keine Verachtung bereiten. Eben dieſelbe Aufgabe haben in ihrem Maße Lehrer an höheren und niederen Schulen. b. daß die Gemeinden und deren Glieder das Evangelium aufnehmen nicht bloß im Wort, ſondern beides in Kraft und im Heiligen Geiſt, chriſt⸗ liche Gemeindeſchulen errichten und fördern, brüderliche Beſtrafung und Kirchenzucht in wahrhaft evangeliſchem Geiſte üben, keine geheimen Geſell⸗ ſchaften unter ſich aufkommen laſſen, freigebig ſind in Unterſtützung der An⸗ ſtalten der Synode und der Armen. c. daß unſere Lehranſtalten nicht bloß ein wiſſenſchaftliches Streben, ſondern auch einen chriſtlichen Geiſt unter ihren Zöglingen pflegen, auch daß die Lectüre der heidniſchen, ſowie der deutſchen Claſſiker ſtets von chriſt⸗ licher Kritik begleitet und überwacht werde. d. daß die theologiſchen Zeitſchriften treulich fortfahren mit Darlegung und Vertheidigung der rein lutheriſchen Lehre und auch in nothwendig werdender Polemik den chriſtlichen Charakter nicht verleugnen. e. daß die ganze Synode ſich aller unioniſtiſchen Beſtrebungen ent⸗ halte, dagegen mit allen gleichgeſinnten lutheriſchen Synoden die Einigkeit im Geiſte mit höchſtem Fleiß, mit aller Geduld und mit Verleugnung aller Sonderintereſſen pflege und das gemeinſame Zuſammenwirken zum Auf⸗ bau des Reiches Gottes in America dienen laſſe. Auch wird die Synode, nachdem ſie ſoweit erſtarkt iſt, darauf Bedacht zu nehmen haben, daß ſowohl in ihren Gemeindeſchulen, als auch in ihren höheren Anſtalten die engliſche Sprache reichlicher gepflegt werde, um ihre Glieder tüchtig zu machen, ihren himmliſchen Beruf, ein Licht in dem HErrn zu ſein, in größerer Ausdehnung auszurichten und auch als chriſtliche Bürger die Wohlfahrt des ganzen Landes fördern zu helfen. IV. Der Erfolg. Welchen Erfolg die anzuſtrebende Löſung dieſer hohen Aufgabe ſonder⸗ lich für unſere künftige Generation haben wird, iſt Gott allein bekannt. Wir haben nur das Unſere zu thun, nicht muthlos die Hände ſinken zu laſſen und den Erfolg in ernſtem Gebete Gott zu befehlen. Ob der HErr noch eine längere Gnadenheimſuchung für dieſes Abend⸗ land, ſonderlich unſere Deutſchen, verſehen hat, oder ob die Erſcheinung der Herrlichkeit Chriſti dem Weſen dieſer Welt ein baldiges Ende machen wird, das iſt in Gottes Rath verborgen. Der HErr komme nun heut oder morgen, nur daß wir als fromme und getreue Knechte erfunden werden.