# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1872_S29 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) — 29 — Ein ähnliches Schreiben vom 5. April d. J. eines Gliedes einer unſerer Gemeinden in Baltimore, Hrn. Prof. Georg A. Witte's, ſtellt an die All⸗ gemeine Synode das Geſuch um eine Schrift, welche die Lehre über das Amt in der Kirche namentlich in Berückſichtigung des Syſtems der Episkopalkirche „klar darlegt und deutlich beweiſ't vermittelſt der heiligen Schrift und dem Zeugniſſe der alten Kirchenväter“. Möge denn die Ehrwürdige Synode, welcher ich das betreffende Schreiben nebſt einem darauf bezüglichen an mich als Präſes perſönlich gerichteten Brief hiermit einhändige, ſich über das darin enthaltene Geſuch ausſprechen. Unſere Synode weſtlichen Diſtricts hat bei Gelegenheit ihrer Sitzungen im Jahre 1870 in Addiſon Folgendes erklärt: „Das ,Examen Concilii Tridentini‘ (das iſt, die Prüfung und Widerlegung der Beſchlüſſe des papi⸗ ſtiſchen Concils zu Trient) von Martin Chemnitz ſollte um ſeines unſchätz⸗ baren Werthes willen, nicht nur für Paſtoren, ſondern auch für erkenntniß⸗ reichere Lutheraner überhaupt, allerdings ins Deutſche überſetzt und in Heften, je einen Locus umfaſſend, zum Druck befördert werden, und zwar ſo, daß, nachdem ein geeigneter Ueberſetzer gefunden iſt, die nöthigen Subſcribenten geſammelt und dann das Werk auf Pränumeration gedruckt werde.“ Auf Grund dieſer Erklärung iſt Hr. Paſtor Frank in Lancaſter, O., erſucht worden, die Mühe der Ueberſetzung zu übernehmen. Derſelbe iſt denn auch hierauf bereitwillig eingegangen und hat mir unter dem 24. März d. J. gemeldet, daß er bereits mit Gottes Hilfe die Ueberſetzung der zwei erſten Loci von der heiligen Schrift und von den Traditionen vollendet habe und dieſe Arbeit als „eine kleine Jubiläumsgabe auf dem Altar unſerer Synode nieder⸗ lege“. Werde unſere Ehrw. Synode das Geſchenk annehmen, reſp. drucken laſſen, ſo werde er gern in der Ueberſetzung fortfahren; ſein Wunſch ſei, daß ein dazu tüchtiges Glied unſerer Synode beauftragt werde, die Arbeit vor dem Druck durchzuſehen und, wo nöthig, zu revidiren, ſowie daß der etwaige Erlös, der ſich aus dem Verkauf ergeben möchte, für immer in die Synodal⸗ caſſe fließe. Wolle denn die Synode auch über dieſes Anerbieten ſich während der gegenwärtigen Sitzungen ausſprechen. Für den Fall der Annahme er⸗ laube ich mir Hrn. Prof. Crämer als eine vorzüglich dazu geeignete Perſon zur letzten Reviſion der Ueberſetzung zu empfehlen. Vielleicht dürfte es der guten Sache dienlich ſein, wenn die Ehrw. Synode zugleich auf die von Hrn. Profeſſor Loy beſorgte Ueberſetzung unſeres Diet⸗ riſch'ſchen Katechismus in das Engliſche aufmerkſam machen und ihrer Freude darüber Ausdruck geben würde. Zwar haben nicht nur ſämmtliche Diſtricte dem Vorſchlag des weſtlichen beigeſtimmt, daß Hr. Paſtor Ruhland für unſere gegenwärtige Gedächtniß⸗ feier des 25jährigen Beſtandes unſerer Synode eine „Denkſchrift“ in Form einer Chronik derſelben ausarbeiten möge, der Genannte iſt auch alsbald rüſtig an die Arbeit gegangen, die ihm geſtellte Aufgabe zu löſen. Da aber Hr. Paſtor Ruhland noch im vorigen Jahre einen ordentlichen Ruf in das