# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1860_S70 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) — 70 — Hierauf ward beſchloſſen, daß die beiden Miſſionsſtationen, welche die Synode hat, beibehalten werden und die Arbeit auf denſelben fortge⸗ ſetzt werde. Miſſionar Mießler erhielt den Auftrag, daß er den Indianern, die von Bethanien nach Iſabella Co. gezogen ſind, nachziehe, ohne ſich jedoch die Möglichkeit abzuſchneiden, erforderlichen Falls nach Bethanien zurück⸗ kehren zu können, und der Miſſionscommiſſion wurde überlaſſen, alles dazu Nöthige zu ordnen. Dem Miſſionar Clöter in Minneſota ſoll durch die Miſſionscommiſ⸗ ſion geſchrieben werden, wir ſeien bereit, ihn auch fernerhin zu unterſtützen, wenn er es für Gottes Willen erkenne, daß er fernerhin dort arbeite. Er möge jedoch nicht bloß deswegen auf ſeinem Poſten ausharren, weil wir es ihm auftrügen; denn er müſſe auch für ſich ſelbſt Freudigkeit zum Aus⸗ harren haben. Er ſolle ſich daher prüfen; wenn er die Freudigkeit habe, oder durch unſer Zeugniß gewinne, ſolle er getroſt fortfahren. Uebrigens würden wir die Station nicht eingehn laſſen, wenn er auch erkennen ſollte, daß er nicht der paſſende Mann für dieſelbe wäre. Sodann ſoll Miſſio⸗ nar Clöter gefragt werden, wie wir ihm nach ſeinem Dafürhalten unter ſeinen Verhältniſſen am beſten Hülfe leiſten können und die Miſſions⸗ commiſſion ſoll authoriſirt ſein, ſeine Wünſche auszuführen. Hier ſei als am geeignetſten Orte noch bemerkt, daß Miſſionar Mieß⸗ ler auf Wunſch vieler Synodalen am Schluß der 9. Sitzung einen Vortrag in der Chippeway⸗Sprache hielt, welcher von Herrn Heinrich Crämer verdolmetſchet wurde. Miſſion unter unſern zerſtreuten Glaubensgenoſſen. Zwei die innere Miſſion betreffende Schreiben an die Synode wurden vorgeleſen, das eine von Paſtor Selle, worin er an die Synode die Frage that, ob es nicht möglich ſei, daß ſie ſolchen Paſtoren, denen ſich ein wei⸗ teres Miſſionsfeld aufgethan hat, Hülfsprediger beigebe und dieſelben, wenigſtens im Anfang ihres Wirkens, unterhalte; das andere von Paſtor Döſcher, worin er die Synode bat, ihm, da er bereits an 17 verſchiedenen Orten zu predigen und in der Muttergemeinde zu Iowa City auch noch Schule zu halten habe und es ihm alſo unmöglich ſei, ſeinen jetzt ſchon c. 300 Meilen umfaſſenden Wirkungskreis zu erweitern, einen Gehülfen (vielleicht den Seminariſten Loßner von Fort Wayne) beizugeben, der zwar in Iowa City wohnete, aber weder an dieſe, noch eine andere Ge⸗ meinde gebunden wäre, damit er von da als von einem Mittelpuncte aus Miſſionsreiſen, auch längere, unternehmen könnte. Dieſe Schreiben ver⸗ anlaßten eine weitere Beſprechung über die Nothwendigkeit und die zweck⸗ mäßigſte Weiſe, innere Miſſion zu treiben. Als die geeignetſte Weiſe, dies zu thun, erkannte man, wenn nicht beſondere Evangeliſten ausge⸗ ſendet würden, dieſe, daß ſolche Paſtoren, die Gelegenheit zum Miſſioniren haben, Gehülfen bekommen ſollten, welchen nach Bedürfniß Unterſtützung gereicht werden müßte. Herr Dr. Sihler theilte mit, daß Paſtor Rupp⸗ recht, der gegenwärtig ohne Amt ſei, als Reiſeprediger wirken könne, wenn er unterſtützt werde.