# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1860_S68 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) — 68 — im Jammer des abſchreckendſten Elends ſtecken, aber das alles muß uns nur um ſo mehr anfeuern, unſere Kräfte zu verdoppeln, um dem hereinbrechen⸗ den Sündenverderben durch die Predigt des Evangeliums zu wehren. Nur wenn wir keine Miſſionskräfte mehr hätten, die wir verwenden könnten, wenn unſere Miſſionare ſelbſt kein Herz mehr dazu hätten, das bisherige Miſſionswerk fortzuſetzen, möchten wir andere Felder der Thätigkeit in Gottes Reich aufſuchen. Wurden doch auch in den vergangenen Jahren noch mehrere zu Bethanien getauft, auch entſchlief die 110jährige alte Sarah nach dem Berichte des Miſſionars in Buße und Glauben, ſowie gleicher Weiſe der ſelige Iſaac. Zwar wird von vielen treuen Herzen in der Synode darauf aufmerkſam gemacht, daß die Miſſion verhältniß⸗ mäßig zu viele Kräfte der Synode in Anſpruch nähme, während mit den⸗ ſelben Mitteln z. B. in Bezug auf die Verſorgung predigerloſer Gemein⸗ den in manchen Staaten der Union Größeres ausgerichtet werden könnte; aber wir können nicht anders nach unſerm Gewiſſen, als darüber Gott walten laſſen, was unſere Miſſion koſtet. Wie vielen in der Synode würde das Herz entfallen, wenn ſie hörten, daß unſere Heidenmiſſion unter den gegenwärtigen Umſtänden aufgegeben ſei, während ſie doch gern dazu gegeben haben, daß die Heidenmiſſion aufrecht erhalten werde. Dank ſei hiemit allen denen geſagt, die reichlich und gern von ihrem Vermögen dargegeben haben, damit des HErrn Reich auch zu den Heiden komme; Dank, herzlicher Dank ſei dem ehrwürdigen Miſſionsverein zu Nürnberg geſagt, der ſo liebreich auch in dem vergangenen Zeitraum für die perſönlichen Bedürfniſſe des Miſſionar Mießler in Bethanien geſorgt hat; Dank ſei endlich noch inſonderheit den verſchiedenen Vereinen der Frauen in Stadt und Land gebracht, die manche Stunde zum Dienſte der armen Heiden aufgeopfert und mit fleißigen Händen für ſie gearbeitet haben. Der HErr ſtärke unſere Miſſionare, die das Werk der Miſſion unter erſchwerenden Umſtänden treiben, damit ſie den Muth und die Freu⸗ digkeit nicht verlieren, ferner ihre Kräfte der Miſſion darzugeben. Uns alle aber mache Er fleißiger und inbrünſtiger im Gebete, auch fleißiger im Geben, auf daß das Werk der Miſſion nicht ſtille ſtehe. Amen! Verausgabt wurden für die Miſſion 1. An Miſſionar Clöter durch die Herren Böhlau und Piepenbrink . . . . . . . . . . . $2633,52 2. An Philipp und Paulus, Indianerknaben in F.⸗W. 100,15 3. An Miſſionar Mießler durch Hrn. Paſt. Sievers . 1689,73 $4423,40 In der Miſſionscaſſe ſind befindlich gegenwärtig $769,43, wovon $710,03 in Hrn. Böhlau's Händen und $59,40 in Hrn. Paſt. Sievers Händen ſind. Ehrerbietigſt unterzeichnet obigen Bericht die Miſſions⸗Commiſſion der evang. luth. Synode von Miſſouri, Ohio u. a. Staaten: Ferdinand Sievers, Präſes, A. Hügli, — Ferdinand Böhlau, Caſſirer. Anm. Außerdem hat Miſſ. Mießler das Pine⸗Holz von der Miſſionsfarm abſchlagen laſſen, was einen Netto Werth von etwa $800,00 hat. Das Abhauen und Fortflößen der Pine⸗Blöcke hat ziemliche Koſten verurſacht, doch werden dieſelben jetzt reichlich erſetzt werden und wird außerdem ein guter Gewinn herauskommen. So hoffen wir.