# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1860_S65 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) — 65 — unbeſtrittenes Eigenthum für alle Zeiten bleiben ſollte, vorausgeſetzt, daß ſie alljährlich nach Möglichkeit (etwa in Zucker oder andern Dingen, auch Arbeit) kleine bequeme Abzahlungen machten, um nach und nach den gerin⸗ gen Ankaufspreis des Landes zu erſtatten. Bei der letzten Zahlung ſollte dann für eine jede Indianer⸗Familie der vollgültige Kaufbrief ausgefertigt werden. Der Miſſionar Mießler hoffte, daß ſie ſein und ihr liebes Betha⸗ nien nicht verlaſſen würden und ſuchte ſie zum Bleiben zu ermuntern; den⸗ noch aber haben ſie nicht allein ihre Wahl nach der andern Seite hin ent⸗ ſchieden getroffen, ſondern ſind auch ſchon bereits ſämmtlich nach Iſabella County gezogen, wo die meiſten von den Methodiſten in Empfang genommen wurden und nun noch mehr als früher mit deren Garnen umſponnen wer⸗ den. Bis voriges Frühjahr zogen ſie nur ab und an von Bethanien nach Iſa⸗ bella County, um dort zeitweiſe zu klären und auszupflanzen, jetzt aber hat ſich das Blatt gewandt; Iſabella County iſt ihre Heimath, und ſie kommen nach Bethanien nur zum Beſuch. Daß bei ſo bewandten Umſtänden die Wirkſamkeit des Miſſionars unter ihnen ſehr gehemmt wurde, liegt auf der Hand, da die Gottesdienſte zu Bethanien nur noch ſelten von ihnen beſucht werden konnten und die Schule faſt ganz einging. Und doch hätte Miſſionar Mießler nun gerade das Zeug, ihnen die lebendige Predigt des Wortes in ihrer Mutterſprache darzureichen, was bis vor einem Jahre nicht der Fall war. Er hatte daher auch den Dollmetſcher entlaſſen können und nur in außerordentlichen Fällen ſich ſeine Dienſte noch vorbehalten. Die unterzeichnete Miſſionscommiſſion möchte der hochwürdigen Synode in Bezug auf Bethanien den Punkt zur Berathung vorlegen, ob es nicht gerathen ſei, die Station Bethanien 25 Meilen weiter nach Iſabella County zu verlegen, um unſere Wirkſamkeit unter dieſen uns befohlenen Indianern ferner mit Ernſt fortzuſetzen. Von dem äußern Stande der Miſſionsform in Bethanien iſt zu erwäh⸗ nen, daß zu den alten Gebäuden im Laufe der letzten drei Jahre eine neue Frame⸗Scheuer gekommen iſt, daß das Land gute Producte liefert und daß, wenn der jetzige Miſſionsbeſitz von Bethanien ſollte veräußert werden, mindeſtens 1200 Dollars für die Miſſionsfarm gelöſ't werden würden. Mitten durch dieſelbe wird gegenwärtig eine gute State⸗Road gebaut, wo⸗ durch das Land natürlich im Werthe ſteigt. Pferde und Rindvieh ſind in gutem Stande. Rechnen wir zu der Miſſionsfarm noch den Werth des Landes, welches früher den Indianern überlaſſen wurde, worauf ſie aber durch ihren jetzigen Wegzug von Bethanien alles Anrecht verloren zu haben ſcheinen, ſo beträgt derſelbe mindeſtens $4,00 per Acker, alſo etwa 2560 Dollars im Ganzen, da die Ackerzahl 640 iſt, ſo daß der ganze Beſitz der Miſſion in Bethanien auf $4000,00 zu veranſchlagen ſein möchte. Die unterzeichnete Miſſions⸗Commiſſion bittet nun die hochwürdige Synode, dieſelbe wolle, wenn ſie die Aufhebung, reſp. Verlegung der Station Bethanien verfügen ſollte, Beſtimmung darüber treffen, ob das Miſſions⸗ Eigenthum daſelbſt alsbald verkauft oder verpachtet oder ob mit dem Ver⸗ kaufe oder Verpachtung nach dem Ermeſſen des Miſſionars ſo lange zuge⸗ wartet werden ſolle, bis derſelbe beurtheilen kann, ob er in dem neuen County Iſabella bei den dortigen Indianern Eingang finden werde oder nicht, oder ob er vielleicht gar hoffen darf, daß ſie nach Bethanien zurück⸗ kehren werden.