# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1860_S64 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) — 64 — Demgemäß ſchlagen wir daher E. Ehrw. Synode vor daß die Gemeinden zu St. Louis und Altenburg von dem Plan der Synode in Kenntniß geſetzt und veranlaßt werden, die Gründe für die Verlegung in reifliche Erwägung zu ziehen, und ihre Einwilligung zur Ausführung der beabſichtigten Ortsveränderung, resp. örtlichen Trennung des Gymnaſiums vom Seminar der Synode ſchriftlich zukommen zu laſſen. Vorſtehender Bericht ward in allen ſeinen Theilen von der Synode angenommen und Herr Paſt. Lochner von Milwaukee, Wis., zum Ver⸗ faſſer der Schreiben an die Gemeinden zu Fort Wayne, St. Louis und Altenburg ernannt. Heidenmiſſion. Miſſionsbericht der Miſſionscommiſſion der ev. luth. Synode von Miſſouri, Ohio u. a. Staaten. Wenn die unterzeichnete Miſſions⸗Commiſſion daran geht, der hoch⸗ würdigen Synode einen Bericht über unſere Miſſion unter den Chippeway⸗ Indianern in den letztverfloſſenen drei Jahren zu erſtatten, ſo thut ſie das mit bedrängtem Herzen. Die Erwartungen und Hoffnungen, die die Sy⸗ node von der Indianer⸗Miſſion hegt, ſind bis jetzt unerfüllt geblieben, ja dieſe Miſſion ſcheint Vielen vielleicht ſtatt Fortſchritte Rückſchritte gethan zu haben, trotzdem daß von Seiten der Synode große Geldopfer dafür bewil⸗ ligt wurden. Dennoch wollen wir getroſt daran gehen, der Wahrheit gemäß zu berichten. Am Ende des vorigen Synodaljahres hatten wir zwei eingerichtete Stationen, die eine unter Miſſionar Mießler in Bethanien, die andere unter Miſſionar Clöter in Gabitawigama in Minneſota. Betrachten wir die erſtere Station in Bethanien, ſo war gerade damals den Indianern Michi⸗ gans von der Regierung zu Waſhington die Weiſung gegeben worden, daß ſie ſammt und ſonders in ein 25 Meilen von Bethanien entferntes County, Iſabella County genannt, wandern ſollten, es ſei denn, daß ſie andern Landbeſitz nachweiſen könnten, den ſie rechtlich erworben hätten. In dem neuen County ſollten ſie eine freie Schenkung der Regierung von 80 Acker Landes für jede Familie nebſt Schulhäuſern, Mühlen, guten Straßen u. ſ. w. erhalten. Da das County ſehr gute, wennſchon etwas niedrige Länderei darbietet, auch ein ſchöner Strom, der Chippeway⸗River mitten hindurch fließt, ſo waren ſchon damals die meiſten Indianer Bethaniens ſehr geneigt, das Anerbieten der Regierung anzunehmen; die Methodiſten unter ihnen, brachen auch ſogleich nach dem neuen County auf und verkauften ihre in Bethanien gelegenen Ländereien. Die von uns geſammelte Gemeinde in Bethanien war noch etwas länger unſchlüſſig, da ſie ja von unſrer Seite in und um Bethanien auch mit dem ſchönſten Lande verſorgt worden war. Daſſelbe war ihnen freilich noch nicht als eigner Beſitz überſchrieben, aber es war einer jeden Familie ein Stück von 30 bis 40 Ackern zugetheilt, wel⸗ ches nach einem geſchriebenen und ihnen überlieferten „agreement“ ihr