# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1860_S29 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) — 29 — Mal die jetzige Gemeinde des Paſt. Biltz in Lafayette Co., Mo. Außer⸗ dem wurden von mir beſucht Paſt. Beſel, Paſt. Multanowsky, Paſt. Claus. Das Ergebniß der angeführten Viſitationen war leider nicht immer ein erfreuliches. Gebe der barmherzige und gnädige Gott, daß etwaige noch gebliebene Wunden bald zu einer gewünſchten Heilung ge⸗ langen. G. Schaller, Präſes des weſtlichen Diſtricts. Jahresbericht des mittleren Diſtricts der Synode von Miſſouri, Ohio u. a. Staaten, 1860. In dem abgelaufenen Synodaljahre beſuchte ich die Paſtoren Friedrich, Haid, Daib, Merz, Kühn, Engelbert, Bühl, P. Eirich, Bode und Zagel und deren Gemeinden, ſo viel ihrer zur Synode gehören. Herr Prof. Crämer, der Vicepräſes, beſuchte in meinem Auftrage den Paſtor Husmann und ſeine Gemeinde, ſowie das Filial des Paſtor Friedrich in Whitley Co., Ind. Im Ganzen fand ich einen erfreulichen Fortſchritt in den beſuchten Gemeinden. Des Gottesdienſtes wurde durchſchnittlich ſorgfältig ge⸗ wartet; doch iſt leider in den meiſten Gemeinden, auf dem Lande das Katechismus⸗Examen immer noch mit dem ſonntäglichen Hauptgottes⸗ dienſte Vormittags als Anhang verbunden. Dies iſt aber ein nicht ge⸗ ringer Uebelſtand, weil dadurch weder die Predigt, noch die Chriſtenlehre zu ihrem vollen Rechte kommen und durch ſolche gleichzeitige geiſtliche Ueberſtopfung die geiſtliche Verdauung und Aneignung jedes einzelnen Stücks gehindert wird. Nur in einer der beſuchten Landgemeinden findet das Katechismus⸗Examen Nachmittags ſtatt und wird von Jung und Alt fleißig beſucht. — Auch für die Fortbildung der Erkenntniß konnte ich durchſchnittlich Erfreuliches wahrnehmen; denn wie z. B. die Leſer des „Lutheraner“ faſt überall zugenommen haben, ſo auch die der Altenburger Bibel, die je länger je mehr in den Häuſern gebraucht wird. — Auch die Opferwilligkeit zur Erhaltung unſeres Synodalweſens, das ja freilich lediglich auf die Erhaltung und Verſorgung unſerer theuern Kirche ge⸗ richtet iſt, fand ich in mehrern Gemeinden im Zunehmen. Und wo dies nicht der Fall war, konnte ich doch für meine Ermahnung kein unwilliges Ohr wahrnehmen. Auch war die Wirkung des göttlichen Wortes darin zu vermerken, daß die weltlichen Lüſte nicht mehr die Macht haben, wie ehedem, ſondern die Furcht und Zucht des Wortes Gottes, alſo daß die chriſtliche Sitte ſich entweder immer mehr herausbildet, oder reiniget und feſtiget. Freilich iſt die Gegenwirkung des Teufels, der Welt und des Fleiſches auch nirgends zu vermiſſen, und zwar ſonderlich darin, daß das Geizen und Saufen auch hie und da ſich geltend zu machen ſucht. Des⸗ gleichen erweckte die herrſchende Haltung und Geſtalt der herangewachſenen und heranwachſenden Jünglinge und Jungfrauen in dieſer und jener Gemeinde keine ſonderlichen Hoffnungen für die Zukunft der Gemeinden, indem hier wenig chriſtlicher Ernſt in der perſönlichen Geſinnung zu ver⸗ ſpüren iſt. Gott helfe und beſſere es durch ſein Wort und das liebe Kreuz. — Schließlich iſt noch der betrübten Spaltung Erwähnung zu thun, die ſich leider in der Gemeinde zu Pomeroy begeben hat. Es wur⸗