# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1860_S25 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) — 25 — wachs von Zöglingen geſegnet, ſo daß der vorhandene Raum nirgends mehr zureichen will. Daß dadurch der Eifer der Lehrer nicht abgenom⸗ men, ſondern zugenommen habe, iſt ſelbſtverſtändlich. Wir ſind zu den fröhlichſten Hoffnungen berechtigt. Der gnädige und barmherzige Gott und Herr wolle uns doch alle zu dem klaren Bewußtſein bringen, welch eine überſchwengliche Gnade Er uns durch den Segen, den Er auf unſere Anſtalten legt, zu Theil werden laſſe, welche fröhliche Ausſicht für die Zukunft der Kirche der Herr uns damit eröffne, damit durch unſere Lau⸗ heit und Undankbarkeit dieſer Segen uns nicht verkümmert, oder gar wieder entzogen werde. Unſere Anſtalten ſollten die rechten Schoßkinder unſerer Gemeinden ſein, ihr Ruhm und ihre Ehre. Und Gott ſei Dank, viele — ſehr viele Gemeinden erkennen dieſen Schatz; und ihre reichen Liebesſteuern, die ſie den Unterhaltscaſſen, oft über ihr Vermögen zuflie⸗ ßen laſſen, wie ſonſtige Theilnahme, die ſie erzeigen, beweiſen es. Hin⸗ gegen kann nicht geleugnet werden, daß andere Gemeinden in ſchmählichem Geiz verkommen ſind, und hier, wie bei andern Gelegenheiten beweiſen, daß ihnen ein Linſengericht über die Erſtgeburt geht. Durch den ſeligen Heimgang unſers theuren Profeſſor Biewend wurde die philoſophiſche Profeſſur und das Directorat des Gymnaſiums erle⸗ digt. Herr Profeſſor Lange iſt zu der Profeſſur, Herr Subrector Sarer zum Directorat berufen. Beide bedürfen der Beſtätigung der Synode, die ihnen gewiß mit Freuden wird gegeben werden. Leider haben wir die Hülfe unſers lieben Herrn Profeſſor Seyffahrt im verfloſſenen Jahre entbehren müſſen. Um einige wiſſenſchaftliche Ar⸗ beiten vollenden zu können, kam er um Urlaub auf zwei Jahre ein. So ſchwer es der Aufſichtsbehörde wurde, glaubte ſie doch Herrn Profeſſor Seyffahrt denſelben bewilligen zu müſſen. Auf jeden Fall muß aber die Ehrw. Synode diesmal darauf Bedacht nehmen, die Lehrkräfte an unſern Anſtalten zu vermehren. Es kann unmöglich ſo fortgehen. Die Lehrer werden hingeopfert, das Gedeihen der Anſtalten gehindert. Schon jetzt war die Anſtalt zu St. Louis gezwungen, in dem Herrn Kleppiſch, der vom Gymnaſium ins Seminar überzugehen im Begriff war, einen Ge⸗ hülfen für die untern Klaſſen des Gymnaſiums zu berufen, und erſucht die Ehrw. Synode, dieſen Beruf anzuerkennen. Ueber Alles, was ſonſt der Synode zu berichten wäre, werden die be⸗ treffenden Committeen ſich erlauben, ihre Eingaben vorzulegen. Daß unſer theurer Bruder, Herr Paſtor Keyl den dritten Theil ſeiner unſchätz⸗ baren Katechismusarbeit herauszugeben willig iſt, iſt den Brüdern im „Lutheraner“ bekannt gemacht. Möge die Synode ein Mittel finden, dieſes treffliche Werk recht zu verbreiten. Auch der erſte Theil der „Al⸗ tenburger Bibel“ iſt zur Entgegennahme fertig. Möge der Herr ſeinen Segen auf beide Werke legen, daß ſie in recht vielen Haushaltungen un⸗ ſerer Kirche der reiche Brodſchrank werden, aus welchem die tägliche Nah⸗ rung genommen wird. Zuletzt fordere ich die Ehrw. Synode zu herzlichem Dank gegen den Herrn auf, daß er uns vergönnt hat, einen Verein zu ſtiften, der Luther's Schriften unter's Volk zu verbreiten, ſich vorgenommen hat. Der Herr hat ſchon Tauſende dieſem Verein zugeführt. Er gebe, daß ſich noch viele Tauſende anſchließen. Ja er gebe, daß die Stimme ſeines treuen Knechts