# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1860_S23 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) — 23 — Arbeit iſt, wobei wir nun ihre treue Mitwirkung entbehren müſſen und je drückender auch hier der Mangel an Arbeitern iſt. Doch Gott ſei gelobt, daß er ſeinen Arm, den er ſchon erhoben hatte, um uns noch härter zu züchtigen, zurückgezogen. Unſer lieber theurer Lehrer, Herr Profeſſor Walther ſteht, Gott ſei gedankt, geſtärkt und ge⸗ kräftigt von ſeiner Reiſe nach Deutſchland zurückgekehrt, wieder unter uns. Der Herr wolle ihn uns noch lange zum Segen erhalten. Wir ſollten aber nun endlich allen Ernſtes daran denken, ihm Hülfe zu ſchaffen, damit er nicht in Kurzem von neuem der erdrückenden Arbeitslaſt unterliege. Durch Gottes gnädigen Beiſtand iſt auch unſer lieber Bruder, Herr Paſtor Ernſt wieder in Stand geſetzt, das Predigtamt zu übernehmen. Obgleich ich auch diesmal durch eine Krankheit, an der ich ſieben Wochen darniederlag, und von der ich mich nur langſam erholte, in mei⸗ nen Viſitationsreiſen aufgehalten wurde, ſo habe ich doch allen Sitzungen der Diſtrictsſynoden beiwohnen dürfen. In dieſem letzten Jahre, wo wegen der Allgemeinen Synode, die Diſtrictsſynoden ausfielen, habe ich, ſo viel mir möglich war, die Conferenzen beſucht, und zwar die Fort Wayne⸗, St. Louis⸗, Nord Illinois⸗, Wisconſin⸗ und Michigan⸗Confe⸗ renz. Auch habe ich die Freude gehabt, auf Einladung der lieben Nor⸗ wegiſchen Brüder einer ihrer Conferenzen beizuwohnen. — Die verſchie⸗ denen Berichte der Diſtrictsſynoden legen für ſie ſelbſt Zeugniß ab, daß der Eifer der Brüder für rechte Lehre und gottſeliges Leben wahrlich nicht abgenommen und es fällt von ſelbſt in die Augen, daß die Synode bei der Theilung in Diſtrictsſynoden nicht verloren, ſondern gewonnen habe. — Den Conferenzen muß ich das Zeugniß geben, daß auch auf ihnen mit großem Fleiß und rechtſchaffenem Ernſt die Zeit dazu verwandt wird, durch ſchriftliche Arbeiten, wie durch mündliche Beſprechung ſich immer feſter in der Lehre zu begründen, doch ſo, daß hier auch ſonderlich dem Leben innerhalb der Gemeinden die ernſteſte Sorgfalt gewidmet wird. Das habe ich aber vor allen Dingen ſowohl bei den Synodalverſammlungen wie bei den Conferenzen mit beſonderer Freude und herzlichem Dank gegen den Herrn wahrnehmen müſſen, wie eine innige herzliche Liebe und wahre Eintracht des Geiſtes die Brüder der einzelnen Conferenzen und Diſtrictsſynoden nicht nur miteinander, ſondern zugleich alle mit der all⸗ gemeinen Synode verbindet. Der Herr, welcher der alleinige Gründer dieſer herrlichen Eintracht iſt, ſei auch ihr Bewahrer! Er helfe, daß wir dieſe ſeine große Gnade immer lebendiger erkennen, um ſeine fernere Gnade ihn brünſtig anrufen, und jeder Einzelne Fleiß thue, ſeines Theils dieſe Einigkeit im Geiſt nicht nur nicht zu ſtören, ſondern immer feſter zu knüpfen. So lange Gott uns die Gnade gibt, daß wir mit Herz und Gewiſſen in ſeinem Wort wurzeln, hats keine Noth. Meine Viſitationsreiſen habe ich meiſtens im öſtlichen, weſtlichen und nördlichen Diſtrict gemacht, und wenn nicht der Herr ſelbſt ſonderliche Hinderniſſe in den Weg wirft, ſo hoffe ich in den nächſten drei Jahren die mir geſtellte Aufgabe, alle Gemeinden des Synodalkreiſes zu beſuchen, erfüllen zu können. Ich bitte aber zugleich die lieben Brüder, den Herrn anzurufen, daß Er meiner Untüchtigkeit zu Hülfe komme, und ſeinen Segen auf mein Amt lege. Die Brüder arbeiten in Kirche und Schule mit rechter Treue, und auch unter fortgehenden Hinderniſſen mit Geduld und Ausdauer. Gottes Segen wird und kann nach ſeiner Verheißung nicht