# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1860_S7 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) — 7 — um ihrer Sünde willen erniedrigten Gottesſohnes, dem ſie unter dem Kreuze gleichförmig werden ſollen, auf daß die überſchwängliche Kraft ſei Gottes, nicht von ihnen. III. Es geht durch Sünde zur Gerechtigkeit, durch Ohnmacht zur Stärke, durch Schande zur Ehre, durch Armuth zum Reichthum, durch Trübſal zur Freude, durch Tod zum Leben, durch die Hölle zum Himmel. Wer da hat, d. h. wer mindeſtens zur Zeit göttlichen Einſehens als habend und damit arbeitend, als behaltend und gewinnend erfunden wird, dem wird gegeben, daß er die Fülle habe. Alle Dinge in der Schöpfung müſſen denen zum Beſten dienen, welche nach dem ewigen Vorſatz ihres Heils Gott zu lieben berufen ſind. Er ſelbſt iſt uns ein voller, über⸗ fließender Brunnen, ein weites breites Meer von Gnade und Seligkeit, wenn wir nur recht fähig ſein können, Ihn aufzunehmen. Was wird den bei Chriſto Beharrenden je mehr und mehr hier bereits gege⸗ ben? Ihr Glaube wird ſtärker; ihre Liebesvereinigung mit dem Herrn und Seines Leibes Gliedern immer lauterer und inniger; die Hoffnung immer lebendiger und beſeligender; ſie ſelbſt der Vergebung ihrer Sün⸗ den ſicherer, an allerlei guten Werken und ungeheuchelter Tugend immer reicher. Wort und Sakramente ſind die Mittel, durch welche die Gewiß⸗ heit ihres Gnadenſtandes nicht bloß dargereicht, ſondern auch befeſtigt, die Ruhe der Seele in Gott, dem höchſten Gut, gewirkt und befördert, der Troſt alſo in den Bekümmerniſſen ihres zeitlichen Lebens verſiegelt und gemehrt, die Ueberwindung eines jeden ihrer geiſtlichen Feinde ge⸗ währt und erleichtert, und die Treue in dem Bleiben an Jeſu und Seiner Nachfolge bis zum Tode unterſtützt wird. Alle innerliche und äußerliche Leiden werden damit verſüßt, daß der Geiſt des Zeugniſſes die Reich⸗ thümer Chriſti Jeſu und theuren, allergrößten Verheißungen ſeiner herr⸗ lichen Gnade in ihrem Herzen verklärt, den Frieden, welchen der recht⸗ fertigende Glaube giebt, im innerſten Grunde derſelben ſomit bewahrt, und bei dem Vater nach dem, das Ihm gefällt, mit unausſprechlichem Seufzen ſie vertritt. Wo ſie in irgend etwas bei ſich Mangel ſpüren und befinden, ſei es, daß ihnen die Demuth noch zu ſchwer wird, oder die Sanftmuth, oder die Barmherzigkeit oder die Andacht des Gebets oder die Luſt und Liebe zum göttlichen Wort oder die Verleugnung des irdi⸗ ſchen Sinnes und Anziehung des himmliſchen, die Verleugnung der Welt — ſie bitten ſich's vom Herzen Jeſu aus, zumal wenn ſie das wun⸗ derbare Teſtament Seiner unbegreiflichen Liebe, Seines für uns ge⸗ opferten Leibes und Blutes empfangen, und es wird ihnen gegeben. Das geiſtliche Licht wird heller in ihnen, die Ueberzeugungen, die Einſichten in das Erlöſungswerk und Erfahrung in den Wegen Gottes werden rich⸗ tiger und lebhafter, das frohe kindliche Vertrauen wächſt, der Wandel wird chriſtlich weiſe und beſonnen in evangeliſcher Freiheit und doch de⸗ müthigem Gehorſam unter das Gebot des Höchſten, und für ein gelaſſe⸗ nes, liebreiches, unverſtelltes Weſen wird immer mehr Raum. — Was iſt das Ende? Der Tod iſt verſchlungen in den Sieg. Ihre Namen ſind im Buch des Lebens aufgezeichnet, wer will nehmen, was Gott ihnen gegeben, wer will auslöſchen, was Er ſelbſt geſchrieben hat?