# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1857_S367 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) — 367 — Statt finden, nicht nur in Schriften, ſondern auch eine Schnellpreſſe im Werthe von 2500 Dollars. Obwohl der gegenwärtige Werth der Druckerei beinahe 5000 Dollars beträgt, ſo muß mit der Zeit doch noch manches ge⸗ ſchehen, namentlich muß die Schnellpreſſe durch Dampfkraft getrieben werden, was bisher noch nicht geſchehen iſt. Unter dieſen Umſtänden war es den Führern der Druckerei nicht möglich, das vorgeſteckte Ziel, daß die Druckerei ſich innerhalb 5 Jahren frei machen würde, zu erreichen, und wird es eine unmögliche Aufgabe ſein, dieſes in dem Zeitraume möglich zu machen, namentlich wenn die Arbeiten zu billigen Preiſen geliefert werden ſollen, wie dies bis jetzt geſchehen. Für den Satz von 1000 m wurden bis jetzt außer bei dem „Lutheraner“ ſtatt 50 und 60 Cents, wie hier der Preis iſt, nur 30 Cents berechnet, wobei freilich auch dies mit in Anſchlag genommen worden iſt, daß die Gemeinde in St. Louis der Synodal⸗Druckerei ein Local gratis überlaſſen hatte. Da nun die Druckerei bereits einen ſo hohen Werth von beinahe 5000 Dollars erlangt hat und noch weitere Ausgaben nöthig ſind, und da auch die Beaufſichtigung einer Druckerei mit vielen Schwierigkeiten verbunden iſt und überhaupt nach der allgemeinen Erfahrung zu beſorgen ſteht, es würde die Druckerei in der Folge mehr koſten, als einbringen: ſo möchte es rathſam ſein, die Synodaldruckerei den jetzigen Führern, A. Wiebuſch und Sohn, zu übertragen und zwar unter folgenden vorzuſchlagenden Bedingungen: 1. Daß die Druckerei fernerhin den Namen „Synodal⸗Druckerei“ beibehalte; 2. Daß die Synode ſich erkläre, alle von ihr oder von einzelnen Kör⸗ pern in derſelben ausgehenden Druckſachen womöglich der Druckerei zuzuwenden; 3. Daß die Zuſagen von A. Wiebuſch und Sohn angenommen werden: a. Alle Arbeiten ſollen billig, pünktlich, den Anforderungen der Zeit entſprechend und genau nach den gegebenen Beſtimmungen gelie⸗ fert werden; b. Von allen Arbeiten, welche von der Synode oder von einem Kör⸗ per in derſelben, oder auch von einem Gliede derſelben dem Drucke übergeben werden, wird ein Rabatt von 10% bewilligt, ſo daß die Synodal⸗Druckerei alles um 10% billiger druckt gegen die Forderun⸗ gen anderer Druckereien in St. Louis. c. Der Druck und Verlag von kleinen Brochüren wie Predigten, Tractate ꝛc. wird von den Eigenthümern, wenn es gewünſcht werden ſollte, übernommen, auch wenn es ſich nicht beſtimmen ließe, daß die Druckkoſten durch den Verkauf ſich decken würden. d. Bei vorkommenden Todesfällen oder Aufgabe des Geſchäftes ſoll die Synode das Vorkaufsrecht auf die Druckerei haben. 4. Eine Committee, welche mit den Geſchäften vertraut iſt und über Preiſe verhandeln kann, iſt von der Synode zu erwählen. Da der Unterzeichnete, welcher bisher ein Mitglied der Committee für Herausgabe des „Lutheraners“ war, zu weit von der Druckerei wohnt, auch ſeine Vices meiſt Andern übertragen muß: ſo wird es im Vortheil der Synode ſein, ihn nicht wieder zu erwählen. Hochachtungsvoll J. F. Bünger. Nachdem die Synode die Gründe, aus welchen, und die Bedingungen, unter welchen Herr Paſtor Bünger dieſe Uebertragung angerathen, erwogen, und mit Hrn. Wiebuſch, der perſönlich anweſend war, mündliche Rückſprache darüber genommen hatte, wurde dieſe Uebertragung unter den angeführten Bedingungen von ihr bewilligt und beſchloſſen.